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Bayerische Hilfsorganisationen für Katastrophen nicht gewappnet

10.03.2005, 08:54 Uhr

Foto: M. Leitner

„4. Bayerischer Katastrophenschutz-Kongress“ zieht eine erschreckende Bilanz

Der Katastrophenschutz hat weltweit durch Terrorismus und Naturkatastrophen eine neue Dimension erhalten, weshalb es notwendig ist, die eigene Einsatzbereitschaft mit Ehrlichkeit zu überprüfen. Vom 4. bis 6. März fand in Weiden in der Oberpfalz bereits zum vierten Mal der mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum beachtete „Bayerische Katastrophenschutz-Kongress“ statt, wobei zum Teil erschreckende Lücken in den aktuellen Möglichkeiten der Gefahrenabwehr aufgedeckt wurden.

„Katastrophenschutz und Großschadensfall - volle Leistung ohne Mittel!?“ war Motto und Aufgabenstellung für die bayerischen Hilfsorganisationen zugleich, denn Vertreter der Landes- und Bundespolitik beteuerten zwar ihr Verständnis für die schlechte Lage der Helfer, wollten aber auch wegen der kritischen Haushaltslage keine konkreten Zusagen machen. Weder in der Frage der Helfergleichstellung mit den Freiwilligen Feuerwehren noch bei den Ausstattungsdefiziten ist in absehbarer Zeit mit einvernehmlichen Lösungen zu rechnen. Lediglich im Bereich der Einsatzführung nimmt Bayern aufgrund laufender Förderprogramme für die UG-SanEl und bewährter Strukturen bei der SanEl eine Vorreiterrolle ein, wodurch aber andere bestehende Lücken in der Gefahrenabwehr noch nicht geschlossen werden. Referent Johann Peter Hausl vom BRK-Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz schätzt die aktuelle Lage realistisch ein und meint, dass die bayerischen Hilfsorganisationen aufgrund fehlender Ausstattungskomponenten in weiten Teilen für Katastrophen nicht gewappnet sind. (M. Leitner)

Mehr zum „4. Bayerischen Katastrophenschutz-Kongress“ lesen Sie in der nächsten IM EINSATZ

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