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Berliner Landesbranddirektor widerspricht GdP-Kritik

04.04.2011, 15:55 Uhr

Foto: Archiv

Personelle und technische Ausstattung zufriedenstellend

Der Leiter der Berliner Feuerwehr, Landesbranddirektor Wilfried Gräfling, widersprach auf der Bilanz-Pressekonferenz für 2010 am vergangenen Freitag (1. April 2011) Kritik aus der Gewerkschaft der Polizei, die nicht eingehaltene Hilfsfristen bemängelte. Gräfling konterte, die technische und personelle Ausstattung sei zufriedenstellend und verwies auf Verbesserungen durch Mittel aus dem Konjunkturpaket 2. Daraus seien u.a. 16 neue Rettungsfahrzeuge und zahlreiche Löschfahrzeuge angeschafft worden. Allerdings räumte auch er ein, die Eintreffzeiten der Feuerwehr seien noch verbesserungsfähig. Aus diesem Grund plane die Behörde, weitere Stützpunkte für Rettungs- und Notarztwagen einzurichten, um die Anfahrtswege zu verkürzen.

Der Berliner Landesbranddirektor teilte außerdem mit, dass sich die Zahl der Einsätze im vergangenen Jahr gegenüber 2009 um etwa acht Prozent auf insgesamt 353.724 erhöht habe. Den höchsten Anstieg gab es mit 48 Prozent bei den technischen Hilfeleistungen, wie etwa der Beseitigung von Sturmschäden. Die Anzahl der Rettungsdiensteinsätze stieg um 12,3 Prozent, bei der Brandbekämpfung gab es eine Zunahme des Einsatzaufkommens um 6,6 Prozent.

Im vergangenen Jahr wurden die Rettungskräfte insgesamt 279.599 Mal zu Notfällen alarmiert. Dazu gehörten u.a. Unfälle, Herzinfarkte und Schlaganfälle. Als Gründe für den deutlichen Anstieg nannte Gräfling neben der demografischen Entwicklung auch anderweitige Versäumnisse in der medizinischen Versorgung, etwa Krankenhäuser, die Patienten immer früher entlassen würden und weniger Hausbesuche von niedergelassenen Ärzten. Als Folge würden Kranke schneller die Feuerwehr alarmieren.

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