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Betreuungsbedarf nach Hochwasser-Katastrophe steigt

22.05.2015, 10:17 Uhr

Foto: Malteser

Psychsoziale Hilfe stößt an Kapazitätsgrenzen

Betroffene der Hochwasser-Katastrophe von 2013 im bayerischen Deggendorf, in Teilen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens haben mehr psychosoziale Hilfe in Anspruch genommen als im ersten Jahr nach der Katastrophe. In Deggendorf stößt das Psychologen-Team der Malteser mittlerweile an seine Kapazitätsgrenzen. Allein einsetzender Regen ruft Angstzustände bei manchen der insgesamt knapp 1.000 am stärksten betroffenen Familien hervor. Auch in Mitteldeutschland betreut ein Team aus verschiedenen Professionen 330 Menschen, die seelisch unter dem Hochwasser leiden.

Nach Ansicht der Malteser hat sich in den vergangenen zwei Jahren herausgestellt, dass viele Betroffene materielle und finanzielle Unterstützungsleistungen ohne intensive Hilfe nicht in Anspruch nehmen. Die verunsicherten Menschen stellten Anträge erst gar nicht oder nicht richtig. Wo es bereits vor den Überschwemmungen soziale oder existenzielle Probleme gab, habe sich die Situation oft weiter erheblich verschlechtert.

Die Malteser haben zur Untersuchung der psychosozialen Situation eine Studie in Auftrag gegeben, die wissenschaftlich gesicherte Daten zum Bedarf nach einer Katastrophe liefern soll. In der Studie soll es darum gehen, ob die Menschen eine adäquate Hilfe bekommen haben. Mit Ergebnissen wird Ende des Jahres gerechnet.

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