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Bietergemeinschaft unter ÖRK-Führung gewinnt Ausschreibung in Tirol

30.06.2010, 10:25 Uhr

Foto: ÖRK

Falck und MKT unterliegen

Nach langem Ausschreibungsverfahren, drei Angebotslegungen und Nachbesserungen ist nun die Entscheidung über die Zukunft des Rettungswesens im österreichischen Bundesland Tirol gefallen. Wie Landeshauptmann Günther Platter vor den Medien bekannt gab, erhielt die so genannte Tiroler Bietergemeinschaft aus ÖRK, ASB, Johannitern, Maltesern und Österreichischem Rettungsdienst den Zuschlag für ihr Angebot in Höhe von 27,3 Mio. Euro. Die Bietergemeinschaft wird nun für die nächsten 10 Jahre für den Rettungsdienst in Tirol verantwortlich zeichnen.

Bis zuletzt mit im Rennen gewesen waren der dänische Falck-Konzern, für den ein Erfolg bei dieser Ausschreibung einen breiten Einstieg in den europäischen Rettungsdienst außerhalb seines Heimatlandes bedeutet hätte, und das Münchener Unternehmen MKT. „Die Freiwilligkeit wird auch in Zukunft das Rückgrat des Tiroler Rettungswesens bleiben“, kommentierte Landeshauptmann Platter das Ergebnis. Die Ausschreibung war bis zuletzt von erheblichen politischen Mißtönen begleitet gewesen. So hatten die Grünen im Tiroler Landtag dem zuständigen Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg vorgeworfen, Absprachen mit Bietern abseits der regulären Verhandlungsrunden unternommen zu haben, um zum gewünschten Abschluss mit der Bietergemeinschaft zu kommen. Tilg und das Rote Kreuz, das die Bietergemeinschaft führt, bestritten diese Behauptungen mit Entschiedenheit. „Es war immer bekannt“, so der Landesrat vor der Presse, „dass während des Ausschreibungsverfahrens Inhalte und Preise geändert werden können.“ Das Land gehe bei seiner Kostenkalkulation für das Rettungswesen von einer Kostenbasis von rund 30 Mio. Euro aus. (POG)

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