S+K Verlag
Der einzige Fachverlag für
Notfallmedizin in Deutschland.
Bücher, Zeitschriften und Nachrichten
rund um das Thema Rettungsdienst.

Brandenburg bereitet RTH-Stationierung vor

24.08.2010, 08:53 Uhr

Foto: H. Scholl

Neue Maschine für den Nordosten

Die Optimierung der Luftrettung nimmt immer konkretere Formen. Nach Bayern hat nun auch Brandenburg damit begonnen, die schnelle Hilfe aus der Luft zu analysieren und zu verbessern. So hat das Gesundheitsministerium des Landes Brandenburgs am gestrigen Montag die Stationierung eines weiteren Rettungshubschraubers (RTH) im Nordosten des Flächenbundeslandes angekündigt. Dazu hat das größte der neuen Bundesländer ein Gutachten zur Frage der Luftrettungsstruktur in Brandenburg in Auftrag gegeben. „Ziel ist eine bedarfsnotwendige Struktur für eine zukünftige Ausrichtung der Luftrettung im Nordosten des Landes“, sagte Gesundheitsministerin Anita Tack (Die Linke). Vor diesem Hintergrund wird der beauftragte Gutachter eine Ist-Stands-Analyse der Luftrettung, des bodengebundenen Notarztdienstes und arztbegleiteter Patiententransporte durchführen sowie Planungsprämissen für die Luftrettung in Brandenburg erstellen.

Bei einem Besuch des Luftrettungszentrums (LRZ) Senftenberg hat sich Tack von der hohen Leistungsfähigkeit der Luftrettung in Brandenburg überzeugten können. Das LRZ Senftenberg unter der Trägerschaft des Landes Brandenburg wird von der ADAC-Luftrettung GmbH betrieben, wo der Senftenberger RTH „Christoph 33“ (EC 135) gemeinsam mit dem Intensivtransporthubschrauber (ITH) „Christoph Brandenburg“ (EC 145) stationiert ist. „Christoph 33“ flog im vergangenen Jahr insgesamt 1.707 Einsätze in den Landkreisen Elbe-Elster, Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße sowie in Cottbus. Der ITH „Christoph Brandenburg“ führte im ganzen Bundesland im gleichen Zeitraum 968 Einsätze überwiegend zur dringenden Intensivverlegung von Patienten in Spezialkliniken durch.

„Durch die Bildung von Regionalleitstellen aus den Integrierten Leitstellen (ILS) der Landkreise und kreisfreien Städte hat sich das Zusammenwirken von Luftrettung und bodengebundenem Rettungsdienst verbessert. Die Potenziale der Luftrettung können so optimal genutzt werden“, sagte Tack. Dabei hob sie die Rolle der Regionalleitstelle Cottbus hervor, die hier eine Vorreiterrolle innehat und neben den regionalen Aufgaben im Rettungsdienst für das Land Brandenburg alle Intensivtransporte mit Hubschraubern koordiniert. „Senftenberg ist für die Luftrettung in Brandenburg von zentraler Bedeutung“, so Tack. Die Gesundheitsministerin kündigte an, dass im ersten Quartal 2011 auf Grundlage des Gutachtens für den Nordosten des Landes eine Entscheidung über den Standort eines RTH in der Uckermark getroffen werde. (Scholl)

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
KontaktRSS Datenschutz Impressum