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Brandenburgs Rettungsdienst hält Hilfsfrist nicht ein

18.11.2015, 15:56 Uhr

Foto: P. Böhmer

Nur zwei Landkreise erreichen vorgegebene Zeit

Wie aus der Jahresstatistik 2014 des Innenministeriums von Brandenburg hervorgeht, gelingt es dem Rettungsdienst in dem Bundesland kaum, die Hilfsfristen einzuhalten. Dies gelte, so das Ministerium in Potsdam in seinem Bericht, vor allem für die ländlichen Regionen. Das Landesrettungsdienstgesetz schreibt vor, dass jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort in 95% aller Einsätze in 15 Minuten erreicht werden muss. Dies gelang jedoch im vergangenen Jahr in 12 von insgesamt 14 Landkreisen nicht. Lediglich Barnim und Havelland erreichten 95,25 bzw. 95,7%. In Dahme-Spreewald und Potsdam-Mittelmark hingegen war der Rettungsdienst nur in jeweils 91% der Notfälle termingerecht vor Ort. Das Schlusslicht in der Tabelle bildet der Landkreis Ostprignitz-Ruppin mit einer Quote von nur 89%.

Die zuständige Kreisbehörde machte in der Presse dafür aber weniger eine zu geringe Vorhaltung von Rettungsmitteln verantwortlich, sondern mehr die weitläufige Zersiedelung der Gegend und die umfangreichen Straßenbauarbeiten. Bei den kreisfreien Städten schnitt erstaunlicherweise die Landeshauptstadt Potsdam mit 94,3% am schlechtesten ab. Keine Probleme gab es in den anderen drei kreisfreien Städten Frankfurt/Oder, Brandenburg/Havel und Cottbus. (POG)

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