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BRK und MHD betreuen Flüchtlinge in Freilassing

16.09.2015, 11:08 Uhr

Fotos: BRK BGL

Kommen und Gehen in der Übergangs-Anlaufstelle

Gestern Mittag befanden sich rund 600 Flüchtlinge in der Notunterkunft der Freilassinger Industriehalle (Berchtesgadener Land), wo BRK und MHD die Kapazitäten vorsorglich von 500 auf 1.000 Plätze verdoppelt hatten. Die Ehrenamtlichen verteilten Essen und Getränke an die Menschen, während alle Ankommenden durch zwei Ärzte und Sanitäter untersucht wurden. Flüchtlinge, die Anzeichen auf Infekte zeigten, wurden zunächst separat untergebracht.

Nach und nach ließ die Bundespolizei die Flüchtlinge aus der Übergangs-Anlaufstelle mit Bus und Bahn weiter in andere deutsche Städte verlegen, sodass sich am späten Abend nur noch 14 Flüchtlinge in der Halle befanden. Das Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst konnten daraufhin ihr Personal reduzieren. Da jedoch niemand wusste, ob und wie viele Flüchtlinge während der nächsten Stunden und Tage noch ankommen würden, blieben die ehrenamtlichen Einheiten weiter in erhöhter Alarmbereitschaft. Ab 23.00 Uhr übernahm die BRK-Wasserwacht den Dienst, die sich während der Nachtstunden um die medizinische Versorgung und Betreuung kümmern sollte. Doch schon gegen 23.30 Uhr trafen zwei weitere Busse mit je 48 Menschen ein; heute Morgen war die Halle dann mit insgesamt 720 Menschen wieder gut zu drei Vierteln belegt.

Am Montag mussten acht Menschen vom Rettungsdienst des Roten Kreuzes medizinisch versorgt und in Kliniken gebracht werden, am Dienstag sieben und heute bisher zwei.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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