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Dachlandeplatz am Westpfalzklinikum Kaiserslautern eingeweiht und „Christoph Kaiser“ einsatzbereit

12.06.2006, 09:15 Uhr

Foto: H. Scholl

Pünktlich zur Fußball-WM wurde am Eröffnungsspieltag der neue 2,8 Mio. Euro teure Dachlandeplatz des Westpfalzklinikums Kaiserslautern (WKK) in Dienst gestellt. Um 10.45 Uhr erfolgte die erste Landung eines Rettungshubschraubers mit Innenminister Karl Peter Bruch, Prof. Christian Madler, Chefarzt des Instituts für Anästhesiologie und Notfallmedizin am WKK, und dem zuständigen Abteilungsleiter, Ministerialdirigent Peter Grüßner, auf dem 32,5 m hohen Landeplatz des Klinikums der Maximalversorgung. Mit der Einweihung des Dachlandeplatzes geht ein langjähriges Provisorium zu Ende. Mussten die RTH früher im Hof der Hauptfeuerwache der BF Kaiserslautern landen und die Patienten von dort mit einem RTW zum WKK gefahren werden, so kann die Landung nun direkt auf der Klinik erfolgen. Mit einem Fahrstuhl können Schockraum und Intensivstation in kürzester Zeit reicht werden, so dass neben der Zeitersparnis auch ein mehrmaliges Umlagern der Patienten unterbleiben kann.

Die zahlreichen geladenen Gäste konnten neben dem neuen Landeplatz auch den für die Fußball-WM vom Innenministerium Rheinland-Pfalz beorderten und von der ADAC-Luftrettung GmbH betriebenen „Christoph Kaiser“ vom Typ EC 135 besichtigen. Der RTH steht während der WM 2006 für Primär- und Sekundäreinsätze in Kaiserslautern täglich von 7.00 Uhr bis Sonnenuntergang zur Verfügung und ist in den Rettungsdienst der Region Westpfalz eingebunden. Die Einsatzdisposition erfolgt über die Integrierte Leitstelle (ILS) Kaiserslautern („Leitstelle Kaiser“) bei der dortigen Berufsfeuerwehr. Für die fliegerische und medizinische Besetzung des RTH stehen im Wechsel Crews der ADAC-Luftrettungszentren Mainz („Christoph 77“), Saarbrücken („Christoph 16“) und Wittlich („Christoph 10“) in Einsatzbereitschaft. Mit diesem bundesweit einmaligen Projekt wird die rettungsmedizinische Infrastruktur sowohl am kleinsten WM-Spielort Kaiserslautern als auch in der gesamten Region erheblich verstärkt, um den durch die hohen Besucherzahlen gestiegenen Anforderungen an präklinischen Versorgungskapazitäten auch im Bereich der Luftrettung angemessen Rechnung zutragen.

RETTUNGSDIENST wird in einer der kommenden Ausgaben ausführlich über den RTH „Christoph Kaiser“ berichten. (Scholl)

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