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Deutlich weniger Herzinfarktpatienten

22.04.2020, 14:28 Uhr

Foto: S. Drolshagen

Sonderanalyse der DAK-Gesundheit belegt Rückgang im März um 25%


Im März 2020 sind 25% weniger Menschen mit einem Herzinfarkt in ein Krankenhaus eingeliefert worden als im März 2018 und 2019. Das zeigt eine Sonderanalyse der DAK-Gesundheit von Krankenhausdaten. Im März 2018 und 2019 seien rund 1.200 bzw. 1.100 DAK-Versicherte mit einem Herzinfarkt stationär aufgenommen worden. In diesem Jahr waren es lediglich rund 800. „Dieser große Unterschied ist besonders vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie besorgniserregend“, erklärt DAK-Vorstand Andreas Storm. Auch Ärzte haben bereits auf diese Tatsache aufmerksam gemacht.
 
In der Mai-Ausgabe RETTUNGSDIENST wird es deshalb einen Beitrag zu diesem Thema von Dr. Heiko Schumann geben. Der Rückgang sei aus pathophysiologischer Sicht laut Schumann nicht erklärbar. Es handele sich dabei deshalb um keine echte Abnahme von Herzinfarkten, sondern um eine vermutlich durch Ängste und Sorgen verstärkte Zurückhaltung betroffener Risikopatienten, die zu einem Rückgang von Klinikaufnahmen geführt habe. Auch die DAK-Gesundheit warnt davor, aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bei Herzinfarktsymptomen nicht den Notruf zu wählen.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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