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Deutschland ist Schlusslicht beim BOS-Funk

27.10.2003, 08:00 Uhr

Deutschland ist das einzige Land in der EU, in dem die Digitalisierung der Funktechnik für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) nicht einmal das Planungsstadium erreicht hat.

Der analoge Funk, mit dem deutsche Polizisten operieren, stammt noch aus den 50er Jahren – technisch überholt, nicht abhörsicher, mit zu wenig Funktionalität. Den Kommunikationsbedürfnissen der Sicherheitsbehörden wird er in keiner Weise mehr gerecht. Ein digitales BOS-Funknetz hingegen wäre ein Gewinn für die Sicherheit Deutschlands, weil die BOS effizienter arbeiten können: schneller Zugriff auf Datenbanken vor Ort, schnellere Fahndungserfolge, Reduzierung administrativer Aufgaben, Verzahnung der Prozesse, bessere Zusammenarbeit zwischen den BOS-Organisationen – und besserer Schutz der Einsatzkräfte, so der Verband Professioneller Mobilfunk e.V. (PMeV). Zudem würde die zügige Einführung zu erheblichen Kosten-Entlastungen führen. Der Parallelbetrieb benötigt umfangreiche Ressourcen, weil während des Aufbaues die Infrastruktur des analogen Funknetzes funktionsfähig vorzuhalten ist. Konkret lassen sich durch eine Verringerung der Zeit des Parallelbetriebs um zwei Jahre ca. 563 Millionen Euro sparen. Weitere Informationen: Verband Professioneller Mobilfunk e.V. (PMeV) Schlüterstr. 38 D-10629 Berlin

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