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Die zeitkritischste Erkrankung überhaupt

12.03.2009, 10:26 Uhr

Foto: H. Scholl

8. Südwestdeutscher Schlaganfalltag in Kaiserslautern

Unter großer Teilnahme wurde gestern der 8. Südwestdeutsche Schlaganfalltag durch die Neurologische Klinik der Westpfalz-Klinikum GmbH veranstaltet. Die Veranstaltung fand am Tagungszentrum Betzenberg des Fritz-Walter-Stadions in Kaiserslautern unter der Schirmherrschaft der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft in der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) statt. Der umfangreich ausgestaltete Tag war in drei Blöcke unterteilt. So waren der Morgen und der Vormittag dem allgemeinen Teil für Interessierte, Betroffene und Angehörige vorbehalten. In sechs Vorträgen ging es um Prävention, optimale Schlaganfall-Behandlung auf einer Stroke Unit, Regenerationsmöglichkeiten des ZNZ, Wissenswertes zur Pflege von Schlaganfallpatienten für Angehörige, Möglichkeiten der Selbsthilfe beim Schlaganfall sowie um Risikofaktoren und Symptome beim Schlaganfall. Das Interesse war so groß, dass weit über 100 Personen die Veranstaltung nicht mitverfolgen konnten, da alle Plätze besetzt waren.

 

Der Mittag war im zweiten Block für die Fachleute vorgesehen. Eine Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Leitender Neurologischer Krankenhausärzte (ALNK) sowie zwei Workshops für Notärzte und Rettungsassistenten sowie für die Pflege in Parallelveranstaltungen wurden durchgeführt. Am Nachmittag erfolgte im dritten Block die Vortragsveranstaltung für Ärzte und Medizinstudierende, die ebenfalls so großen Anklang fand, dass der große Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Hier ging es um die Optimierung der Schnittstelle Rettungsdienst/Klinik beim Schlaganfall, das Stroke-Unit-Konzept aus Sicht der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, die ersten Stunden beim Schlaganfall, die Schlaganfallversorgung in Rheinland-Pfalz, Update Lyse und Intensivtherapie, kardiologische Fragestellungen sowie Medikamente im Rahmen der Primär- und Sekundärprävention. Kernaussage war die Feststellung, dass der Schlaganfall die zeitkritischste Erkrankung überhaupt ist und die Patienten deshalb möglichst innerhalb von 90 Minuten bis drei Stunden therapiert werden müssen, um ein gutes Outcome zu erhalten.

 

RETTUNGSDIENST wird in einer der kommenden Ausgaben ausführlich für diese äußerst informative Veranstaltung berichten. (Scholl)

 

 

 

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