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Die Zukunftsfragen des Rettungsdienstes und die Bundestagswahl

30.08.2017, 15:43 Uhr

Foto: K. von Frieling

Parteien nehmen Stellung


Wie lässt sich angesichts des Fachkräftemangels zukünftig die präklinische Versorgung von Notfallpatienten sicherstellen? Tragen bundeseinheitliche Festlegungen, z.B. in der Ausbildung, zu einer höheren Versorgungsqualität bei? Die Bundestagswahl am 24. September 2017 wird auch auf die tägliche Arbeit tausender Einsatzkräfte Einfluss nehmen. RETTUNGSDIENST hat den verschiedenen Parteien die wichtigsten Fragen zur Zukunft des Rettungsdienstes gestellt.

CDU/CSU haben es sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen zur Sicherstellung einer kostendeckenden Notfall- und Notdienstversorgung weiterzuentwickeln und mehr Menschen für eine Tätigkeit im Gesundheitswesen zu gewinnen. An den Bestimmungen zur BtM-Gabe und Einzelfall-Delegation sei festzuhalten, hingegen sollen Einsatzkräfte durch die Gesetzgebung stärker vor gewalttätigen Übergriffen geschützt werden. Die SPD sieht einen Lösungsansatz der angespannten Fachkräftesituation in der Aufwertung der Kompetenzen des Notfallsanitäters. Gleichzeitig nimmt sie aber auch die Arbeitgeber in die Pflicht, für eine höhere Attraktivität dieses Berufes zu sorgen. Die Linkspartei hingegen befürwortet u.a. stärkere bundeseinheitliche Festlegungen von Ausbildungsregelungen sowie eine Änderung von BtMG und NotSanG für mehr Rechtssicherheit von Notfallsanitätern. „Bündnis 90/Die Grünen“ spricht sich für eine Weiterentwicklung von Krankentransport und Rettungsdienst hinsichtlich der Verankerung im SGB V sowie für bundesweit einheitliche Qualifikationsanforderungen für Notärztinnen und Notärzte aus. Die FDP lehnt bundeseinheitliche Festlegungen in der Rettungsdienstgesetzgebung aufgrund der Spezifika der einzelnen Bundesländer ab, will durch klarere Regelungen in der BtM-Gabe aber mehr Rechtssicherheit für Notfallsanitäter schaffen. Die AfD ließ unsere Fragen trotz mehrmaliger Nachfragen unbeantwortet.

Die ausführlichen Stellungnahmen der einzelnen Parteien finden Sie in der aktuellen RETTUNGSDIENST.

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