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Digitale Dermatoskope für den Katastrophenschutz

23.04.2014, 11:49 Uhr

Untersuchung eines Waisenkindes in Haiti (Foto: Firefly Global)

Stipendien-Programm soll Training „im Feld“ ermöglichen

Digitale Otoskope (Untersuchung der Ohren) und Dermatoskope (Untersuchung der Haut) sollen verstärkt in der Katastrophenmedizin und im Notfallmanagement zum Einsatz kommen. Nun haben das Beth Israel Deaconess Medical Center und das Harvard Medical School Teaching Hospital (USA) gemeinsam mit dem Unternehmen Firefly Global ein Stipendien-Programm ins Leben gerufen. Damit haben Notärzte und Katastrophenschützer die Möglichkeit, sich in diesem Bereich fortzubilden. Für den Einsatz in Katastrophengebieten sind die digitalen Otoskope und Dermatoskope bestens geeignet, da sie klein und leicht zu transportieren sind. Zudem liefern sie schnelle Untersuchungsergebnisse, die dann – über einen angeschlossenen Laptop –  sofort verschickt werden können. Damit empfiehlt sich die Methode ebenso für Telemedizin-Anwendungen.

Katastrophenopfer leiden manchmal an Parasiten oder bestimmten Krankheiten (etwa nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti), die westlichen Helfern unter Umständen nicht vertraut sind. Dann können Schnappschüsse und Videoaufnahmen eines verletzten Trommelfells oder von Einblutungen sowie Fremdkörpern in der Haut per E-Mail oder über Live-Feeds an Spezialisten auf der ganzen Welt verschickt werden, um eine exakte Diagnose zu erhalten.

Im Rahmen des Stipendien-Programms kommt das digitale Video-Otoskop DE500 von Firefly zum Einsatz, das die Vorzüge einer digitalen Videokamera mit einer starken Vergrößerungslinse und mehreren ultrahellen LED kombiniert. Die Kamera liefert eine bis zu 50-fache Vergrößerung und „streamt“ qualitativ hochwertige Live-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde. Als Dermatoskop kommt im Feld das DE300 zum Einsatz, eine Spezialdigitalkamera, die ebenfalls mit mehreren ultra-hellen LED und einer polarisierenden Linse zur Vergrößerung arbeitet.

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