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DRK-Auszubildende und Polizeikräfte üben gefährliche Einsatzlage

11.07.2022, 11:47 Uhr

P. Köhler/DRK

Maßnahme soll Zusammenarbeit und Teamgedanken stärken


Die Auszubildenden des DRK-Rettungsdienstes Rheinhessen-Nahe und Einsatztrainer der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz übten gemeinsam in Bad Sobernheim an einem der letzten Wochenenden drei verschiedene Trainingsszenarien.

Ausgangsszenario war, dass ein bewaffneter Angreifer auf einer Party in eine Menschenmenge geschossen und mehrere Personen getroffen hat. Die Polizeikräfte näherten sich mit entsprechender Schutzausstattung und taktischer Vorgehensweise dem Gebäude, drangen in dieses ein und überwältigten den Angreifer. Nachdem das Gelände gesichert wurde, begannen die Einsatzkräfte mit der Erstversorgung der z.T. schwer verletzten Personen. Die 12 Schwerverletzten wurden durch die angehenden Notfallsanitäter im dritten Lehrjahr des DRK-Rettungsdienstes Rheinhessen-Nahe aus Alzey, Bad Kreuznach, Idar-Oberstein, Mainz und Worms nach geltenden Behandlungsstandards schnellstmöglich versorgt. Sowohl die Nachwuchskräfte im Rettungsdienst als auch die Polizeibeamten stellten eine umfassende Behandlung der Betroffenen sicher. In zwei weiteren Szenarien standen der Eigenschutz des Rettungsdienstes und die Versorgung von Verletzten unter Deckung im Fokus.

Der Praxistag wurde von mehreren Praxisanleitern des Rettungsdienstes und von Übungsbeobachtern der Hochschule der Polizei begleitet. Die leitende Praxisanleiterin des DRK-Rettungsdienstes Tahia Thran zeigte sich sehr zufrieden mit der Großübung. Die lange Vorbereitung lohne sich, um den Auszubildenden möglichst viele Erfahrungen mitgeben zu können, auf die sie später zurückgreifen könnten.
Die Beobachter der Hochschule teilten diese positive Einschätzung; die eigenen Trainingsziele seien erreicht worden und die Arbeit mit dem Rettungsdienst habe intensiviert werden können.
Man erhoffe sich, durch solche Angebote die Ausbildung zum Notfallsanitäter attraktiver zu machen.

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