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DRK Lauenburg im Visier

22.02.2012, 13:35 Uhr

Foto: S. v. Dobschütz/Wikipedia

Fahnder durchsuchen Geschäftsstelle

Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat wegen der Vorgänge beim DRK Lauenburg (RETTUNGSDIENST berichtete) die DRK-Kreisgeschäftsstelle in Ratzeburg durchsucht und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt. Tätig wurden die Ermittler aus der Schwerpunktabteilung zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität aufgrund einer Anzeige des Kreises Herzogtum Lauenburg, der die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachtes einschaltete. Eine Staatsanwältin, eine Mitarbeiterin der Schwerpunktabteilung sowie sieben Kriminalbeamte waren mehrere Stunden damit beschäftigt, in der Rot-Kreuz-Zentrale diverse Geschäftspapiere, Belege, Festplattenkopien und andere Unterlagen einzusammeln und abzutransportieren.

Der Betrugsverdacht des Innenausschusses richtete sich gegen die Geschäftsführung und den Vorstand des DRK-Kreisverbandes. Die Politiker reagierten damit auf Fehler und Unzulänglichkeiten in den Rettungsdienstabrechnungen für das Jahr 2008. Oberstaatsanwalt Werner Spohr, der Leiter der Schwerpunktabteilung, berichtete vor der Presse, dass das sichergestellte Material jetzt ausgewertet werde. Wie lange die Ermittler damit beschäftigt sein würden, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Dass eine solche Durchsuchung erst vier Monate nach Erstattung der Anzeige stattfinde, sei nichts Besonderes. Während die Ermittler der Staatsanwaltschaft gestern die Geschäftsstelle durchsuchten, sahen die Beschuldigten alle Betrugsvorwürfe längst als überholt an. Stellungnahmen waren vom lauenburgischen DRK nicht zu bekommen. (POG)

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