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DRK mit DRK-Tarifvertrag ausgebremst

25.05.2011, 10:46 Uhr

Foto: Landkreis Elbe-Elster

Wiedereinstellung zu schlechteren Konditionen?

Am Dienstag wurde den 75 Mitarbeitern im Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Elbe-Elster-Nord in Brandenburg gekündigt. Zuvor hatte der Landkreis Elbe-Elster die Durchführung des Rettungsdienstes an die Rettungsdienst GmbH des benachbarten DRK-Kreisverbandes Liebenwerda vergeben. Dieser kann die Aufgaben vermutlich günstiger anbieten, weil seine Mitarbeiter nicht nach DRK-Tarifvertrag bezahlt werden.

Nun wird spekuliert, mit den aktuellen Kündigungen sollten bestehende Arbeitsbedingungen aufgeweicht werden. Offenbar rechnet der Eigenbetrieb Rettungsdienst damit, dass sich die gekündigten Mitarbeiter aus Herzberg und Finsterwalde ganz selbstverständlich beim nun zuständigen Kreisverband Liebenwerda neu bewerben und dann zu dessen schlechteren Bedingungen eingestellt werden können. So würden zum 1. Januar 2012 weiterhin genug Rettungssanitäter und Rettungsassistenten an den Standorten zur Verfügung stehen, aber die Regelungen für Betriebsübergänge ausgehebelt und die Personalausgaben gesenkt. Dem zuständigen Leiter R. Sehring wird vorgeworfen, er spiele bewusst mit der Angst vor einem Arbeitsplatzverlust. Abzuwarten ist, ob dieses Kalkül aufgeht oder die neue Rettungswache in Finsterwalde nächstes Jahr unbesetzt bleibt.

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