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Düsseldorfer Krisenmanagement vom BBK zertifiziert

26.04.2024, 11:13 Uhr

Foto: M. Gstettenbauer/Landeshauptstadt Düsseldorf

Bestehende Prozesse um zusätzliche Aufgaben erweitert


Als erste Kommune in Deutschland erhielt die Stadt Düsseldorf eine Zertifizierung für ihr Krisenmanagement vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK). Das Zertifikat wurde in Anlehnung an die DIN EN ISO 22361 über praktisches Krisenmanagement vergeben. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in der Feuerwache 1 nahmen Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Feuerwehrdezernent Christian Zaum die Urkunde des BBK offiziell entgegen.

Über den ein Jahr dauernden Zertifizierungsprozess konnte nachgewiesen werden, dass in der Landeshauptstadt ein Krisenmanagementsystem Anwendung findet. Dadurch ist sichergestellt, dass im Krisenfall mit dem vorhandenen System festgelegte Abläufe routiniert abgearbeitet werden können. Im Jahr 2021 wurde das Zertifizierungsverfahren angestoßen und nun, kurz vor der anstehenden UEFA EURO 2024, in Düsseldorf abgeschlossen. Unter kontinuierlicher und enger Begleitung durch das BBK wurde festgestellt, dass das Krisenmanagement bereits sehr gut aufgestellt ist. Im Verlauf hätten bereits bestehende Abläufe weiter optimiert werden können, um schnell und zielgerichtet auf kommende Herausforderungen zu reagieren. Die Zusammenarbeit und Abstimmung aller Beteiligten hätten dabei im Fokus gestanden, so Feuerwehrdezernent Christian Zaum.

Bereits festgelegte Prozesse wurden um zusätzliche Aufgaben erweitert. Der Schwerpunkt lag aber auf den generellen Abläufen. So wurden die Aktivierung des Krisenmanagements, die allgemeine Lagebewältigung sowie das Controlling angepasst. Anschließend wurden Prozessbeschreibungen verschriftlicht und ausgearbeitet. Neben allgemeinen Anweisungen erstellten die Mitarbeitenden der Feuerwehr Düsseldorf Handbücher für die einzelnen Funktionen des Krisenstabes.

Außerdem wurden die Fähigkeiten und Kenntnisse von insgesamt 197 Mitarbeitenden erweitert. Neben den Mitgliedern des Krisenstabs wurden auch die Dezernenten der Landeshauptstadt geschult. Im Rahmen der Schulungsmaßnahmen wurde auch eine Abschlussübung durchgeführt. Die neuen Prozesse des Krisenmanagements konnten sodann unter realen Bedingungen angewandt werden, da das Krisenmanagement für die Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen und die Energieversorgung aktiviert werden musste. Um zu garantieren, dass die hohen Standards weiterhin eingehalten werden, ist eine Rezertifizierung in fünf Jahren angesetzt.

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