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eCall-Pilot von BMW in Straubing

31.07.2007, 13:40 Uhr

Foto: BMW

Notrufsystem in der Erprobung

In der Rettungsleitstelle Straubing des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) hat die BMW-Forschung einen Pilotversuch zur Erprobung ihres eCall-Notrufsystems gestartet.

BMW ist einer der Vorreiter bei der Entwicklung solcher Notrufsysteme, die nach einer EU-Entscheidung ab 2010 in jedem Fahrzeug eingebaut werden sollen. Über einen Druckknopf im Fahrzeughimmel wird dabei über das Mobilfunknetz eine Freisprechverbindung zur Rettungsleitstelle aufgebaut. Parallel dazu wird aus dem Unfallfahrzeug ein Datensatz versendet, der neben der Identifikation auch dessen GPS-Position sowie - im Falle der BMW-Lösung auch Daten über die Insassen - beinhaltet. Ist der Fahrer nicht mehr in der Lage, den Knopf zu betätigen, wird der Alarm über Crashsensoren automatisch aktiviert.

In zahlreichen Testläufen hat das BMW-System seine Funktionsfähigkeit bereits unter Beweis gestellt. Das Problem für den Münchener wie alle anderen Fahrzeughersteller ist allerdings, nun einen technischen Standard zu finden, der europaweit in allen Fahrzeugen und allen Rettungsleitstellen einsetzbar ist, so dass auf die bislang zwischengeschalteten Notrufzentralen der Firmen verzichtet werden kann. (POG)

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