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Einsatz von Reservisten im Katastrophenfall?

31.10.2011, 09:15 Uhr

Foto: Usien/Wikipedia

Innenminister Herrmann für Heimatschutzeinheiten

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann forderte bei einem Treffen des bayerischen Landesverbandes der Reservisten in Herzogenaurach, einige Verbände nach dem Vorbild der früheren Heimatschutzeinheiten aufzustellen. Diese sollten aus rund 4.000 Mann bestehen und aus den Reihen der Reservisten der Deutschen Bundeswehr aufgestellt werden. Herrmann rühmte die besonderen Fähigkeiten der Reservisten bei Hilfeleistungen, die bei einer Neukonzeption des Reservistenstatus berücksichtigt werden sollten. Herrmann dazu: „Damit die Bundeswehr weiterhin ihren Platz in der Mitte unserer Gesellschaft behalten kann, reichen wenige tausend freiwillig Wehrdienst Leistende nicht aus. Und um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen, werden auch wir als Reservisten unsere Anstrengungen noch weiter erhöhen müssen. Wir werden auch noch stärker als bisher als Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft gefragt sein“, so Herrmann, Major d.R.

Insbesondere in Katastrophenfällen müsse die Bundeswehr nach der Umstrukturierung ihre vielfältigen Aufgaben auch weiterhin voll erfüllen können. Nachdem die aktive Bundeswehr nicht mehr im gleichen Umfang wie bisher bei Katastrophenfällen zur Verfügung stehen wird, geht Herrmann davon aus, dass die Rolle der Reservisten als Ergänzung zur reduzierten aktiven Truppe deutlich gestärkt wird, so zum Beispiel mit den vom Verteidigungsministerium geplanten regionalen Sicherungs- und Unterstützungseinheiten.

Herrmann schwebt vor, die Reservisten als „Ergänzungstruppenteile zum Bestandteil der Strukturen der Bundeswehr werden“ zu lassen. Die neuen Einheiten sollten so ausgestaltet werden, dass sie den Katastrophenschutz optimal ergänzten und flexibler wie auch zeitnah in Katastrophengebieten eingesetzt würden. Herrmann wünscht sich darüber hinaus, den Einheiten auch Aufgaben zu übertragen, die wegen der Wehrstrukturreform durch die aktive Truppe nicht mehr in vollem Umfang wahrgenommen werden können. Außerdem hält er es für wichtig, die Einheiten möglichst dort einzurichten, wo es in der näheren Umgebung keine Bundeswehrstandorte mehr gibt. „Hier kommt es im Ernstfall besonders auf einen schnellen ergänzenden Einsatz der Bundeswehr an.“ (Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern)

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