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Etliche unbesetzte Stellen im Berliner Rettungsdienst

28.09.2020, 12:15 Uhr

Foto: K. von Frieling

Aufgabenträger machten auch Angaben über durchschnittlichen Krankenstand


Wie die Tageszeitung „Berliner Kurier“ kürzlich meldete, gibt es im Berliner Rettungsdienst etliche unbesetzte Stellen. Über die genauen Zahlen hat die Senatsverwaltung für Inneres und Sport den FDP-Abgeordneten Paul Fresdorf in einer Antwort auf dessen Schriftliche Anfrage informiert (Drucksache 18/24769). Laut den Rückmeldungen der Aufgabenträger – Zahlen für die ADAC-Luftrettung sowie die Berliner Feuerwehr werden in dem Papier nicht genannt – gibt es beim ASB derzeit 8 unbesetzte Stellen, beim DRK 12, bei den Johannitern 5 und bei den Maltesern 8. Die Bundeswehr und die DRF-Luftrettung gaben an, dass es bei ihnen keine freien Stellen gäbe.

Zu den derzeitigen Krankenständen machten die Anbieter ganz unterschiedliche Angaben. Beim ASB sind sie von durchschnittlich 4,2% in den Monaten April bis Juli auf 10,6% im August gestiegen (Jahreswert 6,5%). Beim DRK liegen sie beginnend beim Jahr 2019 bis Mai 2020 bei durchschnittlich 9,7% und bei den Maltesern derzeit bei 7%. Bei den Johannitern beträgt die durchschnittliche Krankenquote aktuell 18,8 Tage pro Jahr pro Mitarbeiter (gemittelter Wert aus dem Jahr 2019). Die DRF-Luftrettung verzeichnete in diesem Jahr in der Berufsgruppe der Piloten sieben und in der Berufsgruppe der Notfallsanitäter/HEMS-TC sechs Krankheitstage. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Krankenstand in der gesetzlichen Krankenversicherung lag im vergangenen Jahr bei rund 4,3% (etwa 15 Tage).

Zur durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit befragt, gaben ASB, Johanniter und DRK 40 Stunden an, die Malteser 38,5 Stunden und die Bundeswehr 41 bei und Soldaten sowie 40 Stunden bei zivilen Dienstkräften. Bei der DRF-Luftrettung besteht für die Berufsgruppen der Piloten und Notfallsanitäter/HEMS-TC eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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