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Euro-Notruf 112: Frist zur Umsetzung abgelaufen

17.08.2009, 09:15 Uhr

Foto: J. Fries

Bürgerinitiative Rettungsdienst beginnt mit der Veröffentlichung der „schwarzen Liste“

In der baden-württembergischen Rettungsdienst-Landschaft schlagen derzeit die Wellen ganz besonders hoch: Anlass ist ein Schreiben der für den Rettungsdienst im „Ländle“ zuständigen Sozialministerin Dr. Monika Stolz aus dem Mai, in dem die Rettungsorganisationen aufgefordert wurden, bis spätestens 1. Juli die 19222 nicht mehr als Notrufnummer zu bewerben. Seit Juli müssen alle Rettungsdienstfahrzeuge – dazu zählen in Baden-Württemberg per definitionem neben den RTW, ITW, NAW und NEF auch die KTW – die 112 tragen. Eine Weiterverwendung der 19222 – neben dem Euro-Notruf 112 – ist nur noch mit dem Zusatz „Krankentransport“ zulässig. Auch die Internet- und Printmedien-Auftritte der Rettungsdienst-Betreiber müssen unverzüglich den europarechtlichen Bestimmungen angepasst werden. Da offensichtlich einige Rettungsdienstbetreiber von dieser Anweisung überrascht wurden – in einigen Medien war gar von einem „Boykott“ die Rede –, gewährte das Arbeits- und Sozialministerium eine einmalige Fristverlängerung der Umstellung, die am Samstag endete.

 

Die auf den Fildern bei Stuttgart ansässige Bürgerinitiative Rettungsdienst unter ihrem Vorsitzenden Joachim Spohn und das Forum Notfallrettung in Stuttgart nahmen das Schreiben aus dem Stuttgarter Arbeits- und Sozialministerium zum Anlass, um eine neue Aktion pro Euro-Notruf 112 zu starten: Um der Forderung nach rascher Umsetzung der Vorgaben medienwirksames Gehör zu verschaffen, wollen Bürgerinitiative und Forum auf ihrer Website www.notfallrettung-stuttgart.de eine schwarze Liste der „Euronotrufblockierer“ veröffentlichen.

 

RETTUNGSDIENST wird in der September-Ausgabe ausführlich über den Euro-Notruf 112 und den Stand der Umsetzung bei der Implementierung von Integrierten (Regional-)Leitstellen berichten. (FRI)

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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