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Falck und Rotes Kreuz gemeinsam im Lüdenscheider Krankentransport

05.11.2013, 11:41 Uhr

Sind künftig Partner im Krankentransport: Thorsten Wohlgemuth vom DRK und Klaus Runggaldier von Falck (v.l.). Bild: Lüdenscheider Nachrichten

Bundesweit einmalige Kooperation

Nach der Vergabe des Krankentransportes durch die Stadt Lüdenscheid an die Falck Kranken-Transport Herzig GmbH zum 1. Juli dieses Jahres wurden zunächst in der Stadt Befürchtungen laut, dass dies für das Rote Kreuz das Aus des Ehrenamtes im Lüdenscheider Krankentransport bedeute. Zu Unrecht, wie eine jüngst vereinbarte Kooperation nun zeigt, die Falck und das Rote Kreuz geschlossen haben und die bundesweit bislang einmalig ist. Beim Krankentransport arbeiten Falck und der DRK-Stadtverband Lüdenscheid e.V. künftig zusammen.
 
Falck entsprach der Bitte des Roten Kreuzes und schloss mit dem DRK-Stadtverband einen Nachunternehmervertrag. Dieser wurde von der zuständigen Fach- und Rechtsaufsichtsbehörde zuvor geprüft und für rechtmäßig erklärt. Gemäß diesem Vertrag organisiert das Rote Kreuz an jedem zweiten und vierten Samstag im Monat eigenverantwortlich die Besetzung eines Krankentransportwagens (KTW). Der Dienst beginnt morgens um acht Uhr und dauert 24 Stunden. Das DRK setzt dabei ein eigenes Fahrzeug mit dem Funkrufnamen „Rotkreuz Lüdenscheid 1 KTW 1“ ein. Obwohl das Fahrzeug offiziell als KTW gilt, handelt es sich bei der medizinischen Ausrüstung tatsächlich um einen nach DIN ausgestatteten Rettungswagen. So befinden sich etwa ein hochmoderner Defibrillator inklusive EKG sowie ein Beatmungsgerät an Bord. Besetzt wird der Krankenwagen von ehrenamtlichen Helfern, die alle über die Qualifikation verfügen, die das Rettungsdienstgesetz Nordrhein-Westfalen vorschreibt.

Thorsten Wohlgemuth, Leiter Rettungsdienst beim DRK Stadtverband Lüdenscheid e.V., freut sich über die Einbindung seiner Helfer: „Eine ähnliche Zusammenarbeit hatten wir zuvor mit der Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit dem Unternehmen Falck beschreiten wir einen neuen Weg, der hochinteressant sein wird“. Falck-Geschäftsführer Professor Klaus Runggaldier sieht es ähnlich: „In dieser Form ist die Kooperation bundesweit einmalig und stellt in der Branche sicherlich ein Leuchtturm-Projekt dar.“ Im Mittelpunkt stünde laut Runggaldier primär die qualifizierte Versorgung der Patienten und nicht Frage, ob diese von einem Unternehmen oder einer Hilfsorganisation erfolge. Wenn beide konstruktiv zusammenarbeiten, sei dies für den Patienten umso besser.

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