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Falsche Pressekonferenz der US-Katastrophenschutzbehörde Fema

31.10.2007, 09:41 Uhr

Fema-Mitarbeiter evakuierten Anwohner in Südkalifornien, deren Häuser von den Waldbränden bedroht wurden (Foto: Michael Raphael/Fema)

Am vergangenen Wochenende präsentierte die US-amerikanische Katastrophenschutzbehörde Federal Emergency Management Agency (Fema) bei einer Pressekonferenz die Ergebnisse der Brandkatastrophe in Kalifornien. Kritischen Nachfragen sah sich Harvey Johnson, Vizechef der Fema, dabei nicht ausgesetzt. Den Grund dafür ermittelten jetzt Reporter der Tageszeitung „Washington Post“: Im Auditorium saßen keine Journalisten, sondern nur Mitarbeiter der Katastrophenschutzbehörde. Eingeladen zu der Pressekonferenz hatte die Fema erst 15 Minuten vor dem Beginn der Veranstaltung. Mehreren TV-Stationen wurden Aufzeichnungen anschließend zur Verfügung gestellt.

Verantwortlich gemacht für die gefälschte Pressekonferenz wird der Fema-PR-Chef John Philbins, der die Veranstaltung organisiert hatte. Er sollte am Montag eigentlich neuer Direktor für öffentliche Angelegenheiten im Büro des CIA-Direktors werden. Daraus wird jetzt nichts mehr, wie die Geheimdienstbehörde mitteilte. Und auch seinen alten Job ist er los: Fema-Chef Paulison kündigte an, ein Angestellter aus der US-Heimatschutzbehörde werde Philbins Bereich vorübergehend übernehmen.

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