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Finnland setzt auf staatlich organisierte Luftrettung

09.11.2012, 08:49 Uhr

Fotos: T. Bader

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FinnHEMS-Basis in Tampere eröffnet

Im finnischen Tampere, etwa 180 km nordwestlich der Hauptstadt Helsinki gelegen, wurde gestern die neue RTH-Basis in Tampere feierlich eröffnet. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und der Luftretter-Community wohnten der Veranstaltung bei. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer Jyri Örri gingen die ihm folgenden Rednerinnen und Redner auf die Erfolge und zukünftigen Herausforderungen für FinnHEMS ein. In Finnland gibt es nun insgesamt sechs HEMS-Basen. Die Tampere-Basis befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Flughafen und Militärstützpunkt Tampere-Pirkkala. Der FinnHEMS-Hangar diente früher zur Wartung kleinerer Flugzeuge und wurde eigenhändig den Erfordernissen einer HEMS-Basis angepasst: Der Chefpilot von FinnHEMS, Petteri Jokinen, der zudem Bauingenieur ist, konnte seine Pilotenerfahrung in die Umgestaltung einbringen.

Als Hubschrauber steht ein Eurocopter EC 135 zur Verfügung, der in erster Linie als Notarztzubringer fungiert. Nur in schwerwiegenden Fällen wird der Patient direkt ins Trauma-Zentrum einer Klinik geflogen. Die Besatzung besteht aus einem Piloten, einem Notarzt und einem HEMS Crew Member. Nachtsichtflüge mit Night Vision Goggles (NVG) sind ebenfalls üblich, gerade wegen der wenigen Sonnenstunden im Winter.

Seit 2011 ist FinnHEMS, eine Non-Profit-Organisation, damit beauftragt, die Luftrettung in Finnland zu organisieren. Dabei verfügt sie über ein Jahresbudget von etwas mehr als 23 Mio. Euro. Träger von FinnHEMS sind die fünf Distriktregierungen derjenigen Regionen, in denen sich die finnischen Universitätskliniken befinden. Ermöglicht wurde die staatliche Finanzierung und Administration über FinnHEMS durch ein neues Gesetz, das im Mai 2011 in Kraft trat.

Mehr über die neue RTH-Basis lesen Sie im nächsten AirRescue Magazine.

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