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Fliegende Sanitäter in Ostfriesland

27.09.2011, 09:01 Uhr

Fotos: DRK Emden

Emder SEG hilft bei MANV auf Borkum

Was ist zu tun, wenn es auf einer ostfriesischen Insel zu einem Massenanfall von Verletzten kommt? Da das Emder Rote Kreuz über eine Schnell-Einsatz-Gruppe mit einem Behandlungsplatz für 50 Patienten verfügt, wurde ein Konzept zur Versorgung der Inseln von Emden aus erstellt. Mit dem Großraumhubschrauber der Northern Helicopter GmbH Emden (NHC) werden die Notärzte, Rettungsdienstler und Rotkreuzler nebst Material zur betroffenen Insel geflogen. Zuvor erhielt  die gesamte Mannschaft eine umfassende Sicherheitseinweisung durch die Crew des NHC. Der Hubschrauber kann neben umfangreichem Material bis zu 12 Helfer pro Flug aufnehmen.

Bei einer auf der Insel Borkum durchgeführten Übung wurde kürzlich eine Hallenexplosion auf Borkum mit vielen Verletzten angenommen, organisiert wurde sie durch den Leitenden Notarzt des Rettungsdienstes Leer, Dr. Frank Simon. Nachdem der Borkumer Rettungsdienst gemeinsam mit dem Borkumer DRK die Erstversorgung der Verletzten übernommen hat, wurde die Emder SEG alarmiert. Nach drei Hubschrauberflügen war die gesamte Emder Einheit innerhalb einer Stunde auf Borkum, um dort die bereits anwesenden Sanitäter zu unterstützen. Damit kommt künftig eine neue Aufgabe auf das Emder Rote Kreuz zu. Weitergehende Schulungen und Übungen stehen jetzt auf dem Plan, damit die Verladung des Materials und die Flüge schnell und sicher durchgeführt werden können.

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