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Flugrettung in Österreich

18.01.2013, 15:12 Uhr

Foto: ÖAMTC

Politik bemüht sich um „soziale Verträglichkeit“

Nach teilweise turbulenten Jahren bei der Finanzierung der Flugrettung in Österreich ist es nun gelungen, für alle neun Bundesländer Lösungen auszuarbeiten, mit denen Helicopter Emergency Medical Service (HEMS) zumindest mittelfristig auf sichere Beine gestellt werden kann. Konstruktive Verhandlungen aller beteiligten politischen Verantwortungsträger, Institutionen und Organisationen haben zu bürgerfreundlichen Modellen geführt. Die Lösungen der Länder Vorarlberg, Tirol, Kärnten und Salzburg berücksichtigen dabei auch andere Betreiber neben dem Österreichischen Automobilclub (ÖAMTC).

Auch wenn für jedes Bundesland spezifische Lösungen gefunden wurden, so weisen diese doch alle eine Gemeinsamkeit auf: die soziale Verträglichkeit. Das bedeutet, dass für den Patienten – mit der einzigen Ausnahme von Sport- und Freizeitunfällen im alpinen Bereich – keine Kosten für einen Hubschraubereinsatz entstehen.

Auch die Eckpunkte der Finanzierung sind überall gleich. Neu seit Anfang des vergangenen Jahres ist, dass die verbleibende Differenz durch die Bundesländer ausgeglichen wird, sodass der ÖAMTC nicht mehr auf Defiziten in Millionenhöhe sitzen bleibt. Zusätzlich ist in den Bundesländern Vorarlberg, Tirol, Kärnten und Salzburg eine weitgehende Einbindung privater Betreiber in die öffentlichen Systeme gelungen, sodass von einer flächendeckend gleichen Behandlung der Patienten, auch in der Abrechnung, ausgegangen werden kann. (R. Schüller)

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