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Frankfurt hebt Trennung von Krankentransport und Rettungsdienst auf

13.09.2010, 13:32 Uhr

Foto: Archiv

Mangelhafte Qualität und Zweifel an Privaten

Nach neun Jahren will die Stadt Frankfurt/Main die 2001 eingeführte Trennung von Krankentransport und Rettungsdienst wieder aufheben und den Krankentransport über die Leitstelle der Brandschutzdirektion lenken. Als Gründe für diesen Schritt nannte ein Vertreter der Berufsfeuerwehr gegenüber der Presse zu lange Wartezeiten, mangelhafte Qualität sowie Zweifel an der Zuverlässigkeit einiger privater Anbieter beim Krankentransport. Manche der dort tätigen Unternehmen arbeiteten unter so hohem Kostendruck, dass sie bestimmte Auflagen nicht erfüllen könnten. Eine weitere Folge sei, dass sich die Privaten auf planbare Transporte konzentrierten. Falle dann z.B. nachts oder an Wochenenden kurzfristig ein Krankentransport an, so sei kein Fahrzeug vorhanden. Gleichwohl will die Stadt auch künftig nicht auf die Mitarbeit der Privaten verzichten. Wer von ihnen am Krankentransport teilnimmt, soll über ein Vergabeverfahren bestimmt werden.

Die betroffenen Unternehmen blicken dennoch pessimistisch in die Zukunft. So nannte der Geschäftsführer der Medizinischen Fahrdienst & Servicegesellschaft (MFS) in einem Interview die Argumente der Stadt „nicht belegbar“ und sagte, er befürchte zum Jahresende das Aus für seine Firma mit ihren 120 Mitarbeitern. Derzeit sind neben der MFS die Commoditas Krankentransport und Hilfsdienst GmbH, das DRK und die Johanniter im Frankfurter Krankentransport tätig. (POG)

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