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Gesundheitliche Risiken durch BOS-Funk?

11.04.2011, 11:35 Uhr

Foto: Hydro

Bürger mobilisieren gegen digitalen Mobilfunk

Bewohner der Stadt Gaildorf im Landkreis Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg) haben sich bereits vor längerer Zeit in einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen, die gegen die Einführung des Digitalfunks für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst mobilisiert. Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Risiko Mobilfunk“ sorgen sich um die gesundheitlichen Auswirkungen der durch die TETRA-Bündelfunksysteme verursachten Mobilfunkstrahlung. Diese würden im Zuge der neu zu errichtenden Funkanlagen in der Region noch zunehmen.

Stadtrat Bernhard Geißler, ein Sprecher der Initiative, hat sich dazu regelmäßig mit entsprechenden Anfragen an die Stadtverwaltung gewandt. Laut Bürgermeister Ralf Eggert seien jedoch Polizei und Regierungspräsidium die richtigen Ansprechpartner. Nun kam tatsächlich eine Stellungnahme aus dem Präsidium, in dem die „Projektgruppe Digitalfunk“ angesiedelt ist. Diese hält sich mit Informationen aber zurück und verweist lediglich darauf, dass es sich bei der in Gaildorf auf dem Kirgel – ein Bergausläufer des Mainhardter Waldes – bereits errichtete Funkanlage um eine von insgesamt 24 im Landkreis handelt. Die Gaildorfer Anlage sei somit Teil des BOS-Funknetzes für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste.

Unter Verweis auf die Sicherheit dürften aber keine technischen Details zu Frequenzen, Antennen oder Sendeleistung bekanntgegeben werden, so der Stuttgarter Polizeidirektor Manfred Müller. Die Bürgerinitiative kontert jedoch, dass jede Funkanlage erst in Betrieb genommen werden dürfe, wenn die Bundesnetzagentur im Rahmen eines Standortbescheinigungsverfahrens „die Einhaltung der Grenzwerte der 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung“ festgestellt habe. Auch für die Standorte des BOS-Funkes gelte diese Vorgabe. Für den Standort auf dem Gaildorfer Kirgel sei die Genehmigung schon erteilt.

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