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„Golden Hour of Shock“ wird häufig überschritten

27.04.2009, 10:36 Uhr

Foto: J. Oberkinkhaus

Fortbildungsveranstaltung im hessischen Hüttenfeld

140 Teilnehmer aus der Metropolregion Rhein-Main bildeten sich im südhessischen Hüttenfeld über die aktuellen Strategien in der Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Luftrettung fort. Organisiert wurde die Fachfortbildung durch das Dezernat für Gefahrenabwehr des Kreises Bergstraße und dem Luftrettungszentrum „Christoph5“ Ludwigshafen.

 

Mit bundesweit durchschnittlich 72 Minuten wird die „Golden Hour“ eindeutig überschritten, nur ein funktionierendes Zeitmanagement aller an der Rettung beteiligten kann das Leben des Patienten retten. Dr. Christoph Wölfl aus der BG-Unfallklinik Ludwigshafen stellte dar, welche präklinischen Versorgungsmaßnahmen sinnvoll und notwendig sind und wo die Zeitfallen lauern. Die technische Rettung des Traumapatienten durch die Feuerwehr wurde durch Jörg Oberkinkhaus aus dem Dezernat für Gefahrenabwehr des Kreises Bergstraße erläutert. Mangelnde Kommunikation zwischen technischer und medizinischer Rettung verlängern die Rettungszeit und damit die „On Scene Time“. Dauert der bodengebundene Transport zu lange, ist der Rettungshubschrauber das adäquate Transportmittel für den schwer verletzten Patienten. Martin Müller, Pilot und Stationsleiter des LRZ „Christoph 5“ stellte gemeinsam mit Tim Kaiser, Luftrettungsassistent „Christoph5“, das Einsatzmittel Rettungshubschrauber vor und konnte in Fallvorstellungen den Zeitvorteil eindruckvoll belegen. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen wird die nächste Veranstaltung bereits vorbereitet. Das Schwerpunktthema lautet dann Verbrennungen.

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