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Großaufgebot nach Messerangriff in ICE

08.11.2021, 10:34 Uhr

Foto: Raithel/BRK

110 Einsatzkräfte betreuen Patienten und Betroffene


Am Morgen des 6. November 2021 kam es in einem ICE zu einem Messerangriff auf mehrere Personen, in dessen Folge drei Personen schwer verletzt wurden. Der Zug kam im Bahnhof Seubersdorf in Bayern zum Stehen. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes wurden um 9.09 Uhr alarmiert und mit dem Einsatzstichwort „unklare Lage“ zum Bahnhof entsandt. Nach ihrem Eintreffen stabilisierten die Rettungskräfte die Schwerverletzten und brachten sie in eine Klinik. Aufgrund der Lagemeldung wurde von der Einsatzleitung ein Großaufgebot des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes nachalarmiert und die umstehenden Personen solange betreut, bis die Einheiten des Katastrophenschutzes eine entsprechende Sammelstelle errichtet hatten. Der Einsatz endete gegen 19.00 Uhr und dauerte knapp zehn Stunden.

Insgesamt waren 110 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der ehrenamtlichen Katastrophenschutzeinheiten im Einsatz. Die knapp 200 aus dem Zug evakuierten Fahrgäste wurden durch Kräfte des BRK und der örtlichen Feuerwehr in der Nähe des Bahnhofs betreut und mit Warm- und Kaltgetränken versorgt. Den Betroffenen stand ein Kriseninterventionsteam zur Verfügung. Der Präsident des BRK, Theo Zellner, bedankte sich bei allen Einsatzkräften und betonte, dass man sich in den schwierigsten Lagen immer auf den Rettungsdienst und den ehrenamtlichen Katastrophenschutz verlassen könne.



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