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Hamburg erhöht die Einsatzpreise drastisch

10.10.2006, 12:57 Uhr

Foto: K. Anders

Kassen wollen Rettungsdienst für Wettbewerb öffnen

Die Gebühren für Rettungs- und Notarztwageneinsätze werden in Hamburg drastisch angehoben. Die Innenbehörde begründe die Steigerungen mit der bislang fehlenden Kostendeckung. So soll der Transport im RTW ab November von 275,50 Euro auf 396,96 Euro steigen. Der Notarzteinsatz kostet dann 587,30 Euro statt wie bisher 272,50 Euro. Die Innenbehörde begründet die Gebührenerhöhung u.a. mit gestiegenen Kosten etwa beim Benzin und der wesentlich verbesserten Ausstattung. Das sehr gute Notfallrettungssystem in Hamburg, so ein Sprecher der Innenbehörde, sei „das Beste für den Bürger.“

In einer gemeinsamen Stellungnahme der Kassen kündigen diese an, „mit allen juristischen Mitteln“ gegen die vorgesehene Gebührenerhöhung vorzugehen. Diese belaste die gesetzlichen Krankenkassen in Hamburg mit über 10 Mio. Euro; das entspreche einer Steigerung von rund 37%. Die Kostenträger erklärten außerdem, sie würden alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um das Rettungsdienstmonopol der Stadt aufzubrechen und diesen Bereich für den Wettbewerb zu öffnen.

Und so sehen die neuen Preise ab 1. November aus:

     

  1. Hilfeleistungen des Rettungsdienstpersonals der Feuerwehr ohne Beförderung: 152,70 Euro
  2. Notfallbeförderungen mit einem Rettungswagen oder Babynotarztwagen: 275,50 Euro
  3. Notfallbeförderung mit Notarztbegleitung: 311,80 Euro
  4. Notfallbeförderung nach 2. mit Notarztbegleitung: 587,30 Euro
  5. Notarzt-Hilfeleistung ohne Begleitung der Beförderung: 191,00 Euro
  6. Krankenbeförderung: 89,30 Euro
  7. Organisationstransport: 53,60 Euro
Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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