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Hesse siegt bei 11. World Firefighters Gamesin Südkorea

01.09.2010, 12:17 Uhr

1.407 Stufen lange Natursteintreppe als Erster überwunden

Am vergangenen Wochenende gingen im südkoreanischen Daegu die 11. World Firefighters Games zu Ende. In 75 Disziplinen kämpften dabei 43 Nationen um Gold, Silber und Bronze. Aus Deutschland waren zu diesem Großereignis auch 38 Feuerwehrmänner und -frauen angereist, darunter Markus Kessler und Matthias Jahn von der Freiwilligen Feuerwehr Hofbieber und Florian Domis von der Darmstädter Berufsfeuerwehr.

Zum Auftakt war der Langenbieberer Langstreckenläufer am Mittwoch über 5.000 m im Daegu-Stadium am Start. In einer Hitzeschlacht musste er sich auf der Zielgeraden einem französischen Konkurrenten im Kampf um Platz 3 aber knapp geschlagen geben. Dafür lief es am darauf folgenden Tag besser. Bei ähnlich wenig leistungsförderlichen 35 °C startete der Hauptlöschmeister im 1.500-m-Lauf. Hinter Wilfredo Borotoche (Venezuela) und Kinghung Poon (Hong-Kong) beendete er die knapp vier Stadionrunden als erschöpfter, aber glücklicher Dritter und wiederholte damit seinen Erfolg aus dem Jahr 2008, als er ebenfalls eine Bronzemedaille gewann.

Am Freitag starteten die drei Hessen beim Treppenlauf, bei dem Deutschland als Titelverteidiger in der Mannschaftswertung ins Rennen ging. Während der Treppenlauf vor zwei Jahren im Funkturm durchgeführt wurde, schraubten die Organisatoren in Daegu den Schwierigkeitsgrad erheblich hinauf. Gestartet wurde am Fuße des Palgong-Mountain, zu dessen Gipfel eine 1.407 Stufen lange Natursteintreppe über 260 Höhenmeter führt, zudem musste eine 1 km lange Rampe mit 110 Höhenmetern als Anlauf absolviert werden. Matthias Jahn konnte hier in seiner Paradedisziplin auftrumpfen und die Konkurrenz in einem kontrollierten Rennen hinter sich lassen. Getrennt nach Altersklassen kam Kessler als Fünfter auf dem Gipfel des Berges an und durfte sich Hoffnungen auf einen Podestplatz zusammen mit Florian Domis und dem Göttinger Alexander Meyer machen. Doch die Enttäuschung folgte auf dem Fuß: Bei der Siegerehrung wurden lediglich die besten Einzelstarter geehrt, auf die Auswertung und die entsprechende Ehrung der schnellsten Teams verzichteten die Veranstalter wenig regelkonform. Diese Ungereimtheiten sollten bis zu den nächsten World Firefighters Games vom 18. bis 28. Oktober 2012 in Sydney geklärt sein, da das Regelwerk bis 2012 überarbeitet werden wird. Im Medaillenspiegel belegte Deutschland mit 14 Gold, 4 Silber und 3 Bronze den 15. Rang.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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