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„Hilfe aus dem All“: DRK-Mobilruf „rettet“ bei Übung Radler mit Herzinfarkt

30.07.2004, 08:23 Uhr

Foto: BilderBox

 

Mit dem Mobilruf des Roten Kreuzes ist es auch für Menschen mit chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes oder Asthma kein Problem, alleine mit dem Fahrrad Ausflüge zu unternehmen, denn im Notfall leitet ein GPS-Handy den Rettungsdienst an die richtige Stelle.

Der Göppinger DRK-Kreisverband übte am Wochenende den Ernstfall: Albert Gotthardt unternimmt eine Fahrradtour, als ihn plötzlich ein Schmerz in der Brust, Übelkeit und kalter Schweiß überfallen – Verdacht auf Herzinfarkt. Zu seinem Glück besitzt er ein GPS-Handy, auf dem er nun den roten Knopf drückt und somit die zuständige SOS-Zentrale alarmiert. Diese informiert anschließend den Rettungsdienst vor Ort und faxt eine Wegbeschreibung an die Leitstelle. Durch das Satellitenortungssystem, mit dem das Telefon ausgerüstet ist, kann die Zentrale bis auf wenige Meter genau lokalisieren, wo der Patient sich aufhält – ein eindeutiger Vorteil gegenüber „herkömmlichen“ Mobiltelefonen: Bei ortsunkundigen oder desorientierten Patienten mit einem derartigen Gerät sei nicht immer sofort eindeutig zu bestimmen, wo sie sich befinden

Der Mobilruf mit dem GPS-Handy funktioniert überall, wo ein Mobilfunknetz vorhanden ist; in geschlossenen Räumen und in dichten Tannenwäldern klappt die Verbindung allerdings nicht. Die Übung mit Herrn Gotthardt verläuft bestens: nur drei Minuten brauchen die Göppinger Rettungsdienstmitarbeiter, um zu ihm zu gelangen, sehr gut informiert durch die Zentrale SOS-Call in Leinfelden-Echterdingen, die im Notfall für den Mobilruf -Teilnehmer stets der erste Kontakt ist. Albert Gotthardt, der eine Bypass-Operation hinter sich hat, ist ebenfalls zufrieden. Das GPS-Handy und der Mobilruf ermöglichen ihm und anderen Menschen mit einem Handicap, aktiv zu bleiben und unbesorgt in den Urlaub zu fahren oder Wandern zu gehen. Das Handy kann beim DRK- Kreisverband gekauft oder gemietet werden.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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