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Hilfsfristen im Kreis Ludwigsburg im Argen

27.01.2011, 13:31 Uhr

Foto: J. Fries

Zu spät zu fast 5% aller Einsätze

Erneut sind die Hilfsfristen des Rettungsdienstes in einem baden-württembergischen Landkreis ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Diesmal handelt es sich um den Kreis Ludwigsburg, nordwestlich von Stuttgart. Wie das Sozialministerium nach Presseberichten mitteilte, wurde dort 2009 die Hilfsfrist von höchstens 15 Minuten bei den Rettungswagen nur in 95,2% aller Einsätze eingehalten, bei den Notärzten gar nur in 92,28%. Nach Angaben des Ministeriums stammen die Zahlen von der Rettungsleitstelle Ludwigsburg. Erfahren wollte sie der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Stehmer im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage. Der Politiker bestand darüber hinaus auch auf ein Herunterbrechen der Einsatzzeiten auf jede einzelne Kommune des Landkreises, was der stellvertretende Ludwigsburger Landrat als „Dammbruch“ bezeichnete.

Bereits im Herbst habe man aber einen umfassenden Maßnahmenkatalog zur Verbesserung auf den Weg gebracht. Dazu gehört nach Angaben des Landkreises z.B., dass die Einsatzzeiten des zweiten Notarztes am Klinikum Ludwigsburg auf die Zeit zwischen 7.00 und 23.00 Uhr verlängert wurden. Weiterhin wolle man verstärkt den in Pattonville stationierten Rettungshubschrauber anfordern und die bereichsübergreifende Zusammenarbeit ausbauen. Das Sozialministerium erklärte: „Soweit die Hilfsfrist nicht eingehalten worden ist, sind die zuständigen Bereichsausschüsse rechtsaufsichtlich angewiesen worden, alle erforderlichen Schritte in die Wege zu leiten, um die Einhaltung zu gewährleisten.“ (POG)

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