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Hilfsfristverkürzung durch kreisübergreifende Einsätze

19.11.2010, 09:00 Uhr

Foto: Kreis Borken

Kreise Borken und Wesel vereinbaren Kooperation

In Erle kommen ab sofort auch Rettungswagen aus dem Nachbarkreis zum Einsatz. Über die Kreisgrenzen hinweg rücken die Fahrzeuge jetzt aus. „Seit kurzem haben wir dafür eine verbindliche Regelung mit dem Kreis Wesel getroffen“, erläutert Heribert Volmering, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung in der Borkener Kreisverwaltung. Ziel der Absprache ist es, die Hilfsfrist für Erle zu gewährleisten. Im Kreis Borken funktioniert dies laut Volmering in annähernd 95% aller Fälle auch. Probleme seien aber in Randbereichen wie dem Raesfelder Ortsteil Erle nicht auszuschließen. Aufgrund der Entfernung könne die eigentlich zuständige Rettungswache in Borken z.B. bei hohem Verkehrsaufkommen oder schlechter Witterung die Hilfsfrist nicht immer einhalten.

Da sich gezeigt habe, dass in Schermbeck eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet werden könne, sei nachbarschaftliche Hilfe möglich. Daraufhin gab es eine mehrmonatige Versuchsphase, die belegt, dass der Einsatz des Rettungswagens aus Schermbeck für Erle einen zeitlichen Vorteil bringt. Und das, obwohl der Schermbecker Rettungswagen nicht direkt von der Kreisleitstelle Borken alarmiert wird. Vielmehr haben sich die Borkener Einsatzdisponenten zunächst an ihre Kollegen in der Kreisleitstelle Wesel zu wenden, die dann je nach Lage entscheiden, ob der Schermbecker Rettungswagen zum Einsatz kommen kann.

Vertreter der Kreise Wesel und Borken haben sich angesichts der positiven Ergebnisse der Versuchsphase jetzt darauf verständigt, die Zusammenarbeit dauerhaft fortzusetzen. Wird in Erle somit ein Rettungswagen benötigt, kommt er in der Regel aus Schermbeck. Nur wenn das Schermbecker Fahrzeug nicht verfügbar ist, gibt es einen Einsatz für den Borkener Rettungswagen. Von der Kreisstadt Borken aus wird auch weiterhin der Notarztwagen für den Raum Erle eingesetzt, da der Notarztdienst in Schermbeck anders organisiert ist.

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