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Hurrikan-Katastrophe in den USA: Deutsche Helfer in die Krisenregion entsandt

05.09.2005, 15:41 Uhr

Foto: BMVg

Eine Woche nach dem verheerenden Hurrikan "Katrina" ist eine beispiellose Welle der internationalen Hilfsbereitschaft angelaufen, um den Opfern in den Katastrophengebieten die dringend notwendige Unterstützung zu leisten. Hatten die USA zu Beginn noch jede Hilfe mit dem Hinweis auf eigene Ressourcen abgelehnt, wurde am Wochenende wachsende Kritik am Krisenmanagement der US-Regierung laut, die die USA zu einem Umdenken bewegte. Bis zum Sonntag hatten 60 Länder Spenden und Hilfslieferungen sowie Personal und Material zur Katastrophenhilfe angeboten.

Am 3. September bot die Bundesregierung neben dem Lazarettflugzeug auch weitere Flugzeuge zur Evakuierung und Transport sowie Bergungsspezialisten des THW, Impfstoffe, Medikamente und große Mengen an Hilfsgütern (Wasser und Lebensmittel) an. Am Samstag brachte der erste Airbus A-310 der Bundeswehr 10 t Hilfsgüter (Essensrationen) auf den Luftwaffenstützpunkt nach Pansacola (Florida), dem am Sonntag weitere zwei Bundeswehrmaschinen mit 25 t Feldverpflegung folgten. Das DRK schickte am gestrigen Sonntag fünf und heute zwei Experten für Logistik nach Baton Rouge (Louisiana) um die Verpflegung der Opfer gemeinsam mit dem American Red Cross zu organisieren. Im Rahmen von "Malteser International" sind am Sonntag ebenfalls deutsche Kräfte des MHD in die Krisenregion gestartet. Auch das THW wird heute mit einem Erkundungsteam im Katastrophengebiet erwartet, wo die weiteren Einsatzoptionen insbesondere zur Bergung, Trinkwasseraufbereitung und Wiederherstellung der Infrastruktur von Spezialisten der SEEBA geprüft und geplant werden. (Scholl)

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