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Im Notfall: Mobiltelefon-Ortung und Notfallakte

29.04.2008, 10:13 Uhr

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bei der Berliner Feuerwehr berichtete die Steiger-Stiftung über erste Ergebnisse der Mobiltelefon-Ortung und stellte ein neues Informationssystem vor, die elektronische Patientenakte. Fast zwei Jahre nach Einführung des Ortungssystem „LifeService 112“ zog Pierre-Enric Steiger eine erste Bilanz. Viele Notrufe gehen heute über Mobiltelefone ein. Mehr als die Hälfte dieser Anrufer können nicht klar definieren, wo sie sich exakt befinden. Für die Handy-Ortung hätten sich bereits 620.000 Telefonbesitzer registriert, 40.000 Ortungen wurden nach Angaben der Steiger-Stifung seit Einführung des Systems bereits durchgeführt Rund 25.000 Menschen konnten 2007 dadurch schnell gefunden werden.

Eine Ergänzung des Ortungssystems bietet nun die elektronische Patientenakte. Die LifeSensor-Notfallakte enthält alle Daten, die für eine Notfallversorgung wichtig sind: Vorerkrankungen, Operationen, Allergien und Unverträglichkeiten, Medikationen oder sonstige relevante medizinische Informationen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, wichtige Kontaktdaten zu speichern. In einer Erprobung mit der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg und sieben niedergelassenen Ärzten gibt es auch einen elektronischen Mutterpass, der das blau-grüne Heft ergänzen soll, das jede Schwangere mit sich führt. Die Notfallakte kann jeder anlegen lassen, der sein Mobiltelefon für den Notfallruf registrieren lässt. Bei einem Notruf lokalisiert die Leitstelle zunächst das Mobiltelefon und kann dann die wichtigsten Informationen der Notfallakte an den Rettungsdienst weitergeben. Der Datensatz kann auch über die notfallrelevanten Daten hinaus erweitert werden. (R.-D. Erbe)

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