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Jährlich 40.000 Tote in deutschen Kliniken durch mangelnde Hygiene

24.08.2009, 09:29 Uhr

Foto: Archiv

TV-Tipp: „Killerblut – Die verschwiegene Katastrophe“

Am heutigen Montag zeigt die ARD um 21 Uhr die WDR-Dokumentation „Killerblut – Die verschwiegene Katastrophe“. In dem Film von Meike Hemschemeier geht es um die Hygiene in deutschen Krankenhäusern, in denen sich jedes Jahr bis zu 1,5 Mio. Patienten mit Bakterien infizieren. Bis zu 40.000 Menschen sterben daran. Das sind weit mehr, als hierzulande dem Straßenverkehr zum Opfer fallen, mehr als an AIDS oder jeder anderen meldepflichtigen Infektionskrankheit sterben.

 

So gelten Patienten aus Deutschland in Nachbarstaaten als „Hochrisiko-Patienten“. In niederländischen Kliniken komme jeder, der kurz zuvor in einer deutschen Klinik behandelt worden sei, sofort in Quarantäne. Die Autorin geht den Ursachen der hygienischen Katastrophe nach: Verantwortungsloser Umgang mit Antibiotika, Schlendrian in Kliniken, Vertuschung, Ignoranz und der fehlende politische Wille auf Bundes- und Länderebene, die desaströsen Zuständen zu ändern. Klaus-Dieter Zastrow von der Gesellschaft für Krankenhaushygiene: „Das ist ein gigantisches Problem. Und was das Dramatische ist, und das, was einem allmählich mal die Galle hochkommen lässt: Es ist leicht zu lösen.“

 

Weitere Informationen zur Sendung bekommen Sie hier.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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