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Johanniter und DRK nicht mehr im Bonner Rettungsdienst

15.08.2008, 11:49 Uhr

Foto: JUH

Malteser und ASB gewannen Ausschreibung

In Bonn werden nach einer Ausschreibung die Johanniter und das DRK in den Jahren 2009 bis 2012 nicht mehr am Rettungsdienst beteiligt sein. Wie die Bonner Tageszeitung „General-Anzeiger“ berichtet, sollen nur noch die Malteser und der ASB die Notfallrettung betreiben. Die Johanniter erhielten noch eine weitere Hiobsbotschaft: Sie sind auch aus dem Krankentransport raus. Betroffen sind von dem Ergebnis rund 30 Mitarbeiter der JUH, für die jetzt „sozialverträgliche Lösungen“ gefunden werden sollen. Es solle geprüft werden, ob Mitarbeiter durch die Malteser oder den ASB übernommen werden können. Beim DRK sei geplant, den Rettungsdienst-Mitarbeitern betriebsbedingt zu kündigen.

Der DRK-Kreisverband Bonn hat bereits angekündigt, juristisch gegen das Ausschreibungsergebnis vorgehen zu wollen. Der DRK-Betriebsratsvorsitzende Axel Menk hat sich bereits mit einem Brief an die Bürgermeisterin gewandt. Darin heißt es: „Die Bedingungen der Ausschreibung sehen die Vergabe ausschließlich nach dem niedrigsten Preis vor. Keine Berücksichtigung finden die Qualität der bisher geleisteten Arbeit und die Beteiligung am erweiterten Rettungsdienst.“ Insbesondere fehle jede Tarifbindung. Durch das Ausschreibungsergebnis sollen die Transporttarife in Bonn um bis zu 30% gesenkt werden.

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