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Jubiläum eines ehemaligen „Ambulanzhubschraubers“

03.02.2010, 10:53 Uhr

Fotos: S. Dönitz

20 Jahre „Christoph Hansa“ im Hamburg

„Christoph Hansa“ wurde vor 20 Jahren, am 2. Februar 1990, am Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH) stationiert.  „Christoph Hansa“ war der erste „Ambulanzhubschrauber“ der ADAC-Luftrettung GmbH, d.h. die Aufgabe waren arztbegleitete Krankentransporte. Eingesetzt wurde zunächst eine BO 105 CBS. Damals war der Einsatz bei Notfällen nicht vorgesehen, so betrug die geplante Vorlaufzeit bis zum Start bis zu 30 Minuten. Die Besatzung war tagsüber in der Anästhesie tätig und hatte außerhalb der Regelarbeitszeit Rufbereitschaft. Die Erfahrungen zeigten, dass die 30-minütige Vorlaufzeit zu lang war, um auch dringliche Sekundärtransporte (Verlegungsflüge) zeitgerecht durchführen zu können. Diese Einsätze mussten meist an Primärhubschrauber abgegeben werden. Um eine ständige Einsatzbereitschaft sicherzustellen, wurden zusätzliche ärztliche und pflegerische Planstellen geschaffen. Seit dem 1. Oktober 1991 kann im Einsatzfall unverzüglich ausgerückt werden.

Im Juli 1997 wurde als erste Maschine der ADAC-Luftrettung GmbH eine McDonnell Douglas MD 900 Explorer am BUKH stationiert. Heute wird „Christoph Hansa“ als Rettungshubschrauber eingesetzt, und im Jahr 2009 lag der Anteil der Verlegungsflüge nur noch bei knapp 6%. Bis heute unverändert beginnt die Einsatzbereitschaft bei Sonnenaufgang und endet bei Sonnenuntergang, maximal jedoch von 8 bis 21 Uhr. Disponiert wird „Christoph Hansa“ über die Leitstelle der Feuerwehr Hamburg. Seit Anfang 2004 wird eine EC 135 eingesetzt. (S. Dönitz)

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