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Kärntner Rotes Kreuz macht 1,6 Mio. Euro Verlust

04.07.2011, 09:26 Uhr

RK Kärnten/G. Eggenberger

Mehr Patienten und weniger Personal

Dem Jahresbericht des Roten Kreuzes (RK) in Kärnten zufolge ist die Anzahl der Rettungs- und Krankentransporte in den letzten drei Jahren um fast neun Prozent gestiegen. Dieser Mehraufwand schlägt sich in einem finanziellen Verlust von 1,6 Mio. Euro pro Jahr nieder. Im letzten Jahr transportierte das Rote Kreuz in Kärnten über 230.000 Patienten, das sind im Schnitt 630 Patienten täglich. Von den knapp 1,8 Millionen Dienststunden übernehmen freiwillige Mitarbeiter und Zivildienstleistende etwa die Hälfte. RK-Präsident Peter Ambrozy wies daher eindringlich auf die herausragende Bedeutung der Freiwilligen- und Zivildienstarbeit hin. Sollte der Zivildienst abgeschafft werden, wie es derzeit in Österreich auf Bundesebene diskutiert wird, würde das laut Ambrozy dramatische Auswirkungen haben. Etwa 7 bis 9 Mio. Euro würden dem Roten Kreuz dann fehlen.

Schon im Vorjahr sei von der Landesregierung Hilfe versprochen worden. Jedoch sei trotz genauer Bedarfsprüfung aber nichts geschehen. Der Rettungseuro – ein Beitrag der Gemeinden zur Finanzierung des Rettungsdienstes –  müsse von derzeit 5,20 Euro um 2,- bis 2,50 Euro pro Kopf der Bevölkerung erhöht werden. Neben den Finanzierungsfragen benötige das Rote Kreuz auch technische Aufrüstung. RK-Präsident Ambrozy monierte, das analoge Funknetz befinde sich an der Grenze der Belastbarkeit. Daher fordert er ein digitales Funknetz für die Rettungskräfte in Kärnten. (Quelle: ORF.at)

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