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Katastrophenschutz präventiv

20.08.2013, 14:35 Uhr

Mit dem Radarsatelliten AISat können Seenotrettungssignale empfangen, mit TerraSAR-X z.B. die Windstärke bestimmt werden (Fotos: DLR)

Forschungsstelle „Maritime Sicherheit“ eingeweiht

Die Bewegung von Eisschollen, unruhiger Wellengang, gefährliche Strömungen, Ölteppiche, die sich ausbreiten, oder auch die Position von Schiffen – aus dem All haben Satelliten den besten Blick auf die Ozeane. In der Forschungsstelle „Maritime Sicherheit“ in Bremen bündelt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) nun seine Expertise im Bereich der satellitengestützten Sicherheit von Seewegen, Küsten und Häfen.

„Im Forschungsverbund Maritime Sicherheit führt das DLR seine wissenschaftlichen Kompetenzen zusammen, mit der die Situation auf den Ozeanen nahezu in Echtzeit und lückenlos dargestellt werden kann“, sagt DLR-Vorstandsvorsitzender Prof. Johann-Dietrich Wörner. „Die Ergebnisse kommen dann der Sicherheit auch in küstennahen Gebieten zugute.“ Eine große Rolle für die Bremer Forschungsstelle spielen dabei die Einsätze der Satelliten TerraSAR-X und AISat.

Während TerraSAR-X die Oberfläche der Erde und der Meere aus über 500 km Höhe erfasst, um Aufschluss über den Seegang oder über Windfelder über dem offenen Ozean zu erlangen, wird AISat auch zum Signalempfang von Seenotrettungstranspondern verwendet werden. Dies geschieht über eine vier Meter lange Helix-Antenne. Der Start von AISat ist für Ende 2013 vorgesehen. Die Arbeit der Forscher soll dazu dienen, Schiffskollisionen zu vermeiden, Eisberge aufzuspüren, aber auch illegale Aktivitäten wie das Verklappen von Öl oder Sondermüll aufzudecken.

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