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Koalitionsvertrag stärkt nicht-ärztliche Gesundheitsberufe

28.11.2013, 14:33 Uhr

Foto: Archiv

Modellvorhaben sollen aufgelegt und evaluiert werden

Der von der CDU/CSU und SPD ausgehandelte Koalitionsvertrag, der gestern veröffentlicht wurde, enthält auch einen Passus, der sich auf den Rettungsdienst übertragen lässt. Im Text heißt es: „Der Einsatz von qualifizierten nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen, die delegierte ärztliche Leistungen erbringen, soll flächendeckend ermöglicht und leistungsgerecht vergütet werden. Modellvorhaben zur Erprobung neuer Formen der Substitution ärztlicher Leistung sollen aufgelegt und evaluiert werden. Je nach Ergebnis werden sie in die Regelversorgung überführt.“

Professor Wolfgang Greiner, Gesundheitsökonom an der Uni Bielefeld und Mitglied des Gesundheits-Sachverständigenrates, hat sich bereits positiv auf die Delegation ärztlicher Leistungen bezogen. Damit würde die Möglichkeit bestehen, „die bekannten methodischen Schwächen des Risikostrukturausgleiches endlich zu beseitigen und den Einsatz von nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen zu fördern.“ Andere Töne kommen aber schon jetzt aus der Ärzteschaft. Der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel, sieht das Modellvorhaben von CDU/CSU und SPD kritisch. Wenn diese Leistungen künftig von nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen erbracht werden, stehe das nicht im Einklang mit dem Bekenntnis zu Freiberuflichkeit und gefährde das hohe Qualitätsniveau, heißt es in einer Stellungnahme.

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