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Kreis Mettmann benötigt 63 weitere Notfallsanitäter

21.03.2022, 15:50 Uhr

Hilfsfristüberschreitungen im Kreis Mettmann (Grafik: Bedarfsplan Kreis Mettmann)

Rettungsdienstbedarfsplan sieht drei neue Rettungswachen vor


Auch der Kreis Mettmann hat den örtlichen Rettungsdienstbedarfsplan überarbeitet, um auf die weiter gestiegenen Einsatzzahlen im Rettungsdienst zu reagieren. Ein Sachverständiger habe dafür u.a. die Strukturen, die Zahl der Rettungsmittel, deren Verfügbarkeit und Einsatzzeiten bewertet. Für die künftige Bemessung der Rettungsmittel seien die Einsatzhäufigkeit in jedem Versorgungsgebiet einer Rettungswache separat berücksichtigt und so die notwendigen Veränderungen für jede kreisangehörige Stadt differenziert ausgewiesen worden. Als Konsequenz daraus sollen in Ratingen-West, in Monheim-Baumberg und im südöstlichen Stadtgebiet in Langenfeld neue Rettungswachen errichtet werden. Zudem werde an der Feuer- und Rettungswache der Stadt Erkrath ein weiteres Notarzteinsatzfahrzeug stationiert, weil zuletzt zu oft Notärzte aus benachbarten Städten im Kreisgebiet unterstützen mussten. Daraus ergebe sich ein Personalbedarf von 322 Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern. Das entspricht einer Zunahme um 63 Stellen im Vergleich zur Kalkulation des Bedarfsplans aus dem Jahr 2017.

Auch will der Kreis ein Telenotarztsystem aufbauen. Der dafür zuständige Notarzt solle entweder in der Kreisleitstelle Mettmann oder in der Leitstelle der Feuerwehr Leverkusen arbeiten. Der Kreis Mettmann will gemeinsam mit Leverkusen sowie Wuppertal, Remscheid, Solingen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis dieses Telenotarztsystem betreiben. Zudem soll ein einheitliches Qualitätsmanagement- und Dokumentationssystem etabliert werden.

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