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Kreis Soest bildet Zugführer Rettungsdienst aus

08.07.2008, 12:22 Uhr

Fotos: D. Behrens

Neun Organisatorische Leiter Rettungsdienst hat der Kreis Soest in einer zweiwöchigen Fortbildung zum Zugführer Rettungsdienst ausgebildet. Die Teilnehmer, die alle über mehrjährige Erfahrungen im Rettungsdienst des Kreises Soest verfügen, vertieften in den 14 Tagen nicht nur ihr vorhandenes Wissen im Bereich der Einsatzführung. An Themen wie Transportorganisation, Gefahren der Einsatzstelle, Planspiel oder Führungsorganisation lernten die Teilnehmer das richtige Handeln im Einsatz. Die OrgL Rettungsdienst werden im Kreis Soest bei Einsätzen mit mehreren Verletzten oder Erkrankten eingesetzt. An der Einsatzstelle übernehmen sie zusammen mit dem Leitenden Notarzt die Einsatzführung des Rettungsdienstes. Ferner dienen sie als Bindeglied zwischen dem Einsatzleiter der Feuerwehr und dem Rettungsdienst bzw. den Hilfsorganisationen.

Höhepunkt der Fortbildung war der Praxistag am vergangenen Samstag. Hier wurde das erlernte Wissen in der Praxis erprobt. Mit Unterstützung der DRK-Einheiten aus Ense, Erwitte, Lippstadt, Rüthen, Soest, Werl, Wickede und des MHD Lippstadt übte man das Zusammenspiel der Organisationen und die Einsatzführung bei Unglücksfällen mit einer Vielzahl von Verletzten. Hans-Peter Trilling, der Leiter der Abteilung Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz des Kreises Soest, der auch gleichzeitig der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes ist, war mit der Leistung der neuen Zugführer überaus zufrieden.

Im Rahmen seiner Vorplanungen für den Massenanfall von Verletzten (MANV) im Kreis Soest diente diese Fortbildung als weitere Ergänzung. In den vergangenen Jahren hatte der Kreis Soest bereits alle Rettungsassistenten zu Gruppenführen im Rettungsdienst weitergebildet. Durch dieses besondere Konzept werden bei Einsätzen mit vielen Verletzten oder Erkrankten frühzeitig wichtige Führungsstrukturen gebildet. Diese Strukturen haben sich bei einigen Einsätzen bereits bewährt. Alle OrgL leisten den Bereitschaftsdienst zusätzlich ehrenamtlich zwischen ihren normalen Schichtdiensten. So ist sichergestellt, dass an 365 Tagen im Jahr eine Führungskraft zur Verfügung steht.

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