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„KUNO continues“

28.07.2011, 09:35 Uhr

Foto: KBA e.V.

Politik und Kassen fordern Klarheit

Nach einem Bericht der Schleswig-Holsteinischen Zeitung verschärft sich der Ton in der Debatte um den Einsatz des Notarzteinsatzhubschraubers „KUNO-SH-01“ der Hilfsorganisation KBA. Demnach liegen Politik, Krankenkassen und der Betreiber mit Sitz in Hartenholm (Kreis Segeberg) im Streit über Kosten, Nutzen und Zulässigkeit eines solchen NEH. Eine Zulassung hat „KUNO-SH-01“ zwar, allerdings nur eine des Luftfahrtbundesamtes und nicht nach dem Rettungsdienstgesetz. Damit ist auch die Finanzierung der Einsätze nicht gesichert und KBA bleibt derzeit auf den Kosten sitzen. Das Projekt sei zunächst auf drei Monate angelegt und in dieser Phase wolle man – eigenfinanziert – die Notwendigkeit des zusätzlichen Notarzt-Transports in ländlichen Regionen belegen.

Der Verband der Krankenkassen in Schleswig-Holstein (VDEK) ist von diesem Vorhaben nicht überzeugt und appelliert an den Betreiber, das Vorhaben einzustellen. Der VDEK scheint zu befürchten, dass hier neben der öffentlich-rechtlichen Sphäre ein „Paralleluniversum“ entstehen könnte. Der Verbandsvorsitzende Katzer hält die bereits vorhandenen RTH für ausreichend und die etablierte Struktur für gut. Aufforderungen zur Klärung kommen auch aus der Politik, unter anderem vom Landesvorsitzenden der CDA (Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft), Werner Kalinka, der nun eine breite öffentliche Debatte fordert und das Thema der Notarztversorgung gemeinsam erörtert wissen will. (Quelle: Schleswig-Holsteinische Zeitung)

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