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Landkreis Celle will Rettungsdienst wieder in Eigenregie abdecken

03.01.2018, 09:41 Uhr

Foto: P. Böhmer

Gutachter empfehlen Verlegung von Wachen zur Einhaltung der Hilfsfrist


Der Rettungsdienst des Landkreises Celle wird zum 1. Oktober 2018 neu ausgeschrieben. Während sich derzeit das Vergabeverfahren noch in Vorbereitung befindet, liegt zur Erstellung des neuen Rettungsdienstbedarfsplan bereits ein Gutachten vor, das die Standortplanung der Rettungswachen und die Anzahl der vorzuhaltenden Einsatzfahrzeuge enthält.

Bestand bisher zur Einhaltung der Hilfsfrist in einigen Bereichen noch eine Zusammenarbeit mit den Landkreisen Uelzen und Gifhorn, will Celle das gesamte Gebiet nun wieder selbst abdecken. Ein Grund dafür sei das gestiegene Einsatzaufkommen, zudem sei die Sicherstellung rettungsdienstlicher Leistungen aus den Nachbarkreisen nicht mehr vollständig gewährleistet, wie Landrat Klaus Wiswe äußerte. Um die Fahrzeiten zu ermitteln, seien eine Testbefahrung des gesamten Straßennetzes mit einer Zeiterfassung von über 1.000 km Straße und auf dieser Grundlage kürzlich noch einmal eine Simulation durchgeführt worden. Auch habe man das Einsatzaufkommen eines Jahres ausgewertet. Die Abdeckung des Landkreises sei in großen Teilen ausreichend, jedoch könne die Hilfsfrist in den Bereichen Hohne und Spechtshorn sowie Unterlüß bei den gegenwärtigen Standorten der Rettungswachen nicht immer eingehalten werden. Die Gutachter hätten daher vorgeschlagen, die Wienhausener Wache nach Lachendorf und ein Einsatzfahrzeug von Beckedorf nach Hermannsburg zu verlegen. Außerdem solle die Wache in Winsen innerhalb des Ortes verlegt werden. 

Stumpf + Kossendey Verlag, 2020
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