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Medikamentenversuche an Rettungsdienstschule

27.06.2014, 08:50 Uhr

Foto: K. von Frieling

Rettungsassistent von Staatsanwaltschaft angeklagt

Ein 41-jähriger Rettungsassistent aus Bad Doberan wurde jetzt von der Staatsanwaltschaft Schwerin angeklagt. Vor dem Amtsgericht Parchim wird ihm eine achtfache Körperverletzung vorgeworfen, darunter in einem Fall wegen gefährlicher Körperverletzung, sowie ein Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz. Der Mann soll als Dozent an einer Rettungsassistentenschule in Mecklenburg im Sommer 2013 an Kursteilnehmern mit verschreibungspflichtigen Medikamenten Versuche durchgeführt haben. Diese hätten bei Kursteilnehmern u.a. zu Bewusstseins- und partiellen Erinnerungsverlusten sowie Kopfschmerzen geführt, einige seien im Unterrichtsraum eingeschlafen. In einem Fall soll der Angeschuldigte Versuche mit einem Defibrillator an einem Kursteilnehmer unternommen haben, der danach über starke Schmerzen klagte.

Ferner wird dem Angeschuldigten vorgeworfen, aus einem Tresor im Büro des Lehrgebäudes 5.000 Euro unberechtigt entnommen sowie diverse Personalunterlagen, die Prüfungsdokumentation der Rettungsassistentenprüfungen und weitere Unterrichtsmaterialien an sich genommen zu haben. Der Angeschuldigte wurde deshalb auch wegen des Verdachts des Diebstahls sowie einer Urkundenunterdrückung angeklagt.

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