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„Mehr Rettungsdienst“ im Kreis Kleve

12.04.2021, 12:30 Uhr

Foto: Kreis Kleve, Verweyen & Koenig

Kreisleitstelle zieht in Neubau um


Der Kreis Kleve hat in den vergangenen Jahren ein Maßnahmenpaket für „mehr Rettungsdienst“ geschnürt: Neben zusätzlichem Personal, mehr Ausbildung, mehr Rettungswachen und mehr Fahrzeugen entschied der Kreistag zudem, ein neues Gebäude u.a. für die Kreisleitstelle zu errichten, das nach zweijähriger Bauzeit nun fertiggestellt ist. Bei größeren Einsatzlagen können hier jetzt bis zu elf vollwertige Einsatzleitplätze besetzt werden. Pro Arbeitsplatz stehen den 27 Einsatzsachbearbeitern und einer Einsatzsachbearbeiterin, die alle eine rettungsdienstliche sowie eine feuertechnische Ausbildung haben und im 24/7-Schichtdienst arbeiten, sechs Bildschirme und eine Multifunktionsanzeige für die digitale Information zur Verfügung.

Neben der Kreisleitstelle befinden sich in dem rund 2.000 m2 großen Gebäude auch die Verwaltung des Rettungsdienstes, Besprechungs- und Schulungsräume, die Verwaltung des Bereichs „Brand- und Bevölkerungsschutz“, der Stabsraum sowie Büro-, Werkstatt- und Sozialräume für die Kreisleitstelle. Die Baukosten des Gebäudes lagen bei rund 8,2 Mio. Euro. Hinzu kamen etwa 3,6 Mio. Euro für die Technik und Einrichtung. Das Gebäude hat aus Sicherheitsgründen hochredundante Energie- und Wasserversorgungen sowie Server- und Telefonumgebungen.

Die Leitstelle für den Brandschutz, die Hilfeleistung, den Katastrophenschutz und den Rettungsdienst nimmt jährlich mehr als 52.000 Notrufe entgegen und koordiniert rund 44.000 Einsätze, davon etwa 26.000 Rettungseinsätze und ca. 14.000 Krankentransporte. Rund 330 Telefonate gehen täglich in der Kreisleitstelle ein und aus – mehr als 140 davon sind Notrufe. Derzeit sind insgesamt 194 Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter, Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten sowie Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in den aktuell neun Rettungswachen im Kreisgebiet tätig. Zusätzlich gibt es 14 Auszubildende und die o.g. 28 Mitarbeitenden in der Kreisleitstelle.

In der Kreisleitstelle kommen bei Notfällen auch die „Mobilen Retter“ und das „Emergency Eye“ zum Einsatz. Bei den „Mobilen Rettern“ handelt es sich um derzeit ca. 500 ehrenamtlich tätige Personen. Mit dem „Emergency Eye“ kann sich der Disponent bzw. die Disponentin bei einem Notfall über die Kamera eines Mobiltelefons nach entsprechender Freigabe durch den Nutzer ein Bild von der Situation vor Ort machen.

Stumpf + Kossendey Verlag, 2021
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