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Mit Schlauchboot von Ostseeinsel gerettet

13.01.2010, 08:46 Uhr

Foto: DGzRS

DGzRS zu Fuß im Eis-Einsatz

Am Dienstag hat die Mannschaft der DGzRS-Station Vitte/Hiddensee einen 80-jährigen Mann und seine Lebensgefährtin von der Fährinsel, die Hiddensee östlich vorgelagert ist, mit einem Schlauchboot evakuiert. Wegen der Wassertiefe – an dieser Stelle werden gerade 50 cm gemessen – und der hier stellenweise zugefrorenen Ostsee wurde zunächst der erkrankte Mann in das Schlauchboot gesetzt und mit wärmenden Decken umhüllt. Zu Fuß zogen ihn die Seenotretter über die ca. 200 m lange Strecke bis ans Inselufer Hiddensee. Immer wieder brachen die Retter auf dem dünnen Eis ein, konnten aber den Geretteten an den Sanitätsdienst an Land übergeben, der den Weitertransport in ärztliche Obhut organisierte. In einem zweiten Durchgang wurde die Frau in Sicherheit gebracht.

Die Fährinsel ist ca. 40 ha klein und zählt zu einem Naturschutzgebiet, in dem das Paar zu wissenschaftlichen Zwecken Flora und Fauna beobachtet. Über die Fährinsel verlief früher der Fährverkehr zwischen Rügen und Hiddensee. Er wurde 1952 eingestellt, nachdem der Hafen von Schaprode für den Postbootverkehr ausgebaut worden war. Die Fährinsel ist Naturschutzgebiet und für Besucher gesperrt. Sie ist Rastplatz tausender Vögel und Weideplatz für Gotlandschafe.

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